Körbe

Flechten gehört zu den ältesten Produktionstechniken. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurden viele Gebrauchsgegenstände aus Weide, Stroh und anderen natürlichen Rohstoffen hergestellt. Ein wichtiges Produkt war der Korb, der in unterschiedlichen Größen gefertigt wurde. In der Weststeiermark wird das Korbflechten aus Stroh und Weiden als „Nähen“ bezeichnet.

Technik

Für diesen Film untersuchte der Korbnäher Joseph Konrad einen Korb aus unserem Depot und zeigt die wesentlichen Arbeitsschritte seiner Produktion.

 

Saisonarbeit

Die Korbflechterei war auf dem Land stark an die Jahreszeiten gebunden. Zu einem waren Rohstoffe nicht jederzeit vorhanden, zum anderen war die bäuerliche Bevölkerung während der Aussaat- und Erntemonate mit dem Anbau und der Sicherung von Nahrungsmitteln beschäftigt. Die Wintermonate wurden zur Reparatur und Herstellung der Agrargeräte genutzt. In dieser Zeit wurden die bereits zuvor geernteten Rohstoffe wie Weide und Stroh verarbeitet. Diese Arbeit konnte in der Stube oder einer Werkstatt stattfinden. Doch auch im Haus der Kundschaft konnte gegen Bezahlung geflochten werden. Diese saisonale Arbeit war eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle. Sie war nicht nur für die Korbflechterei typisch, sondern wurde auch im Schneiderhandwerk oder der Weberei praktiziert.

Foto: UMJ/N. Lackner

Museum für Geschichte

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8010 Graz, Österreich
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F +43-316/8017-9849
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Öffnungszeiten
Mi-So 10 - 17 Uhr

 

26. Dezember
2. April 2018
1. Mai 2018
21. Mai 2018

24. bis 25. Dezember
24. bis 25. Dezember 2018