Harnisch

Die Hochphase der Produktion von Harnischen war zwischen der Mitte des 16. und 17. Jahrhunderts. In dieser Zeit kaufte das landschaftliche Zeughaus in Graz Harnische nicht nur von heimischen Plattnerbetrieben, sondern bezog seine Ware zeitweise auch aus Nürnberg und Augsburg.

 

Herstellung

Für die Herstellung von Harnischen wurde ein bereits vorgewalztes Harnischblech verwendet. Mithilfe von Blechscheren wurde das Material zugeschnitten, um es dann durch Hämmern über einem Holzmodel in Form zu bringen. Dem folgte die Feinarbeit mit Feilen und Reibeisen. Für die Befestigung von Nieten und Riemen wurden Löcher durchbohrt bzw. durchgeschlagen.

 

Test vor Kauf

Für das Grazer Zeughaus wurde nichts gekauft, das nicht zuvor getestet wurde. Die Harnische und Schilde wurden dabei einer Beschussprobe unterzogen. Aus einer Distanz von ca. 30 Schritten wurde mit einer Handfeuerwaffe auf sie geschossen. Der Test galt als bestanden, wenn die Kugel das Metall nicht durchschlug. Erst daraufhin erhielt der Plattner eine Bezahlung. Selten, aber doch, gab es auch Plattnerinnen. Waffen aus Augsburg und Nürnberg wurden als „beschussfrei“ bezeichnet. Ihre auf der Brust gestanzten Marken garantierten die Hochwertigkeit der Produktion.

 

Museum für Geschichte

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9800
F +43-316/8017-9849
geschichte@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
Mi-So 10 - 17 Uhr

 

26. Dezember
2. April 2018
1. Mai 2018
21. Mai 2018

24. bis 25. Dezember
24. bis 25. Dezember 2018