Grabkreuz

Viele Schmiedeobjekte wurden von Spezialisten hergestellt. Ein wahrer Allrounder war der Dorfschmied. Durch seine Alleinstellung im örtlichen Verband und die damit verbundene Nachfrage deckte er zahlreiche Aspekte des Schmiedehandwerks allein ab. Seine Produkt- und Tätigkeitspalette war weitgefächert. Er reparierte landwirtschaftliche Geräte und fertigte Werkzeuge sowie Alltagsgegenstände für den Haushalt an. Für das Beschlagen von Nutztieren wie Pferden und Ochsen war er ebenso zuständig wie für die Herstellung von Grabkreuzen.

 

Herstellung

Für diesen Film untersuchte der Schmied Adolf Mandl ein Grabkreuz aus unserem Depot und zeigt die wesentlichen Arbeitsschritte seiner Produktion.

 

Randlage im Ort

Die Dorfschmiede befand sich häufig am Ortsrand. Ein wesentlicher Grund dafür war die Brandgefahr. Oftmals befand sich in der Nähe eine wichtige Verbindungsstraße, um die Erreichbarkeit für die Kunden zu erleichtern. Wichtig für die Standortwahl war auch der Zugang zu Wasser, Holz und Holzkohle. Wasser wurde in der Schmiede für unterschiedliche Zwecke gebraucht. Es diente dem Ablöschen der geschmiedeten Produkte und zum Betreiben eines Wasserhammers, sofern er vorhanden war. Darüber hinaus war ein schneller Zugang zum Löschwasser im Brandfall wichtig. Da Schmieden oft sehr klein waren, benutzten sie den Vorplatz als Lagerstätte.

 

Museum für Geschichte

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9800
F +43-316/8017-9849
geschichte@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
Mi-So 10 - 17 Uhr

 

26. Dezember
2. April 2018
1. Mai 2018
21. Mai 2018

24. bis 25. Dezember
1. Jänner 2018
24. bis 25. Dezember 2018