100 x Steiermark

28. Wozu braucht das Land Gasthäuser?


Im Mittelalter steht der Begriff „Gasthaus“ für Spital. Nicht umsonst leitet sich dieses Wort vom lateinischen hospitalis, also gastfreundlich, ab. Das mittelalterliche Spitalswesen kann den  mehr...

29. Wer kommt in den Genuss von Kaffee und Kakao?


Für die Steiermark lässt sich anhand von Nachlassinventaren belegen, dass bereits in den 1730er-Jahren auch Nichtadelige in den Genuss kommen, heiße Schokolade zu konsumieren. Schon um  mehr...

30. Was ist über den früheren Weinbau bekannt?


Wein wird in der Steiermark bereits von den Kelten im 4.Jahrhundert v. Chr. aus Wildreben hergestellt und seit der Römerzeit systematisch mit veredelten Sorten angebaut. Im Verlauf der  mehr...

31. Seit wann wird Tabak angebaut?


Die ältesten Nachrichten über Tabakanbau in der Steiermark stammen aus dem späten 17.Jahrhundert. Sie berichten von Feldern im Raum um Wildon, Mureck und Fürstenfeld. Der Anbau von Tabak ist  mehr...

32. Woran erkranken Menschen und was empfiehlt die Medizin?


Wenn Menschen der Neuzeit von Krankheiten geplagt sind, müssen sie sehr oft ohne Arzt und Krankenhaus auskommen. Der Überlieferung nach leiden sie zum Beispiel an rheumatischen Erkrankungen  mehr...

33. Wie reisen die Menschen durch das Land?


Unterwegs zu sein, ist bis in die jüngere Vergangenheit oftmals unbequem, teuer und zeitraubend: Weil der Zustand der Straßen schlecht ist, wird über Jahrhunderte die Mur als wichtigster  mehr...

34. Welche Grenzen sind zu überwinden?


Als Europäerinnen und Europäer leben wir heute mit dem Konzept des freien Personen- und Warenverkehrs. Derartige Freiheiten sind den Menschen hierzulande in der Neuzeit fremd. Will man  mehr...

35. Wie wird ein Land mit Eisen groß?


Das Rückgrat der heimischen Wirtschaft ist der Bergbau in der Obersteiermark. Mittelpunkt ist der Erzberg – der „steirische Brotkorb“ – mit den benachbarten Montanorten Innerberg und  mehr...

36. Wie beherrscht der Mensch die Natur?


Unbezwingbare Berge und reißende Flüsse, Hitze und Kälte, Unwetter, wilde Tiere. Zunächst gilt: Der Mensch ist der Natur ausgeliefert. Die römisch-katholische Kirche begegnet den Gewalten  mehr...

37. Was wird gegen die Pest unternommen?


Die Beulenpest fordert zwischen 1346 und 1353 in Europa 20 bis 25 Millionen Todesopfer, etwa ein Drittel der damaligen Bevölkerung. Auch in der Steiermark kehrt die Seuche bis in das frühe  mehr...

38. Welche Bedeutung hat Maria Theresia für die Region?


Sie kann nicht kommen. – Eigentlich sollte die junge Maria Theresia 1741 die Erbhuldigung der Stände entgegennehmen. Aber die Zeiten erlauben keine teuren Hofreisen. Es ist Krieg. Und der  mehr...

39. Was versteht Joseph II. unter Aufklärung?


Ebenfalls als Biskuit-Büste in der Ausstellung präsent, setzt Joseph II. die von seiner Mutter Maria Theresia begonnene Neugestaltung des Landes fort. So verordnet er zwischen 1780 und 1790  mehr...

40. Wie gestaltet sich die frühe Kindheit im 18. Jahrhundert?


Die Geburt ist in der Neuzeit keine Angelegenheit für Mediziner, sondern findet im häuslichen Umfeld statt, unterstützt durch weibliche Verwandte, Nachbarinnen und Hebammen. Rasch wird der  mehr...

41. Seit wann gibt es die Schulpflicht?


Im Mittelalter liegt die Bildung in den Händen von Pfarr-, Stadt- und Marktschulen. In Graz, Judenburg und Leoben ab dem 13.Jahrhundert belegt, kommen bis in das frühe 15.Jahrhundert eine  mehr...

42. Was hat ein Bürostuhl mit professioneller Verwaltung zu tun?


Vorschriften, Gesetze, Verordnungen – Reformen greifen nur da, wo sie durchgesetzt werden. Dafür zuständig ist seit der Zeit Maria Theresias eine zunehmend leistungsstarke Bürokratie. Lag  mehr...

43. Wie bringt man Licht ins Dunkel der Nacht?


Die einfachsten und ältesten Formen der künstlichen Beleuchtung sind die bis in das 19.Jahrhundert vielfach genutzten Kienspäne und Fackeln. Mit der Entwicklung von Kerzen und Öllampen – der  mehr...

44. War Napoleon wirklich in der Steiermark und wenn ja, was wollte er?


Um die erste Frage zu beantworten: Ja, Napoleon war tatsächlich in der Steiermark. Es ist zu dieser Zeit noch nicht der Kaiser Napoleon, der Europa aufhorchen lässt, sondern der junge  mehr...

45. Wer ist Erzherzog Johann?


Kurz gesagt: der steirische Mythos schlechthin. Dabei ist seine Verbindung mit der Steiermark reiner Zufall. Glücklos als Feldherr gegen die Franzosen, wird Johann (1782–1859) von seinem  mehr...

46. Wer steht im 19. Jahrhundert am Rande der Gesellschaft?


Im frühen 19. Jahrhundert zeigen sich erste Schritte zu größerer sozialer und rechtlicher Angleichung: 1811 erlässt Kaiser Franz I. das „Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch“, das noch heute  mehr...

47. Wie wird die ferne Welt vorstellbar?


Den Menschen des Mittelalters ist im Wortsinne sehr vieles „fremd“. Sie sind zumeist an die Scholle, die dörfliche Sippe und den Grundherrn gebunden. Wer nicht im Ort wohnt, ist schon ein  mehr...

48. Welche neue Rolle spielt das Bürgertum?


Die Französische Revolution bringt die demokratische Idee nach Europa. Die Machthabenden sehen in ihr eine Gefahr für die herrschenden Verhältnisse. Zu einer politisch repressiven  mehr...

49. Wann werden die Bauern befreit?


Am 1. September 1848 beschließt der Reichstag mit dem „Grundentlastungsgesetz“ das Ende der althergebrachten feudalen Ordnung im „Kaisertum Österreich“. Die Bauern sind nun freie Eigentümer:  mehr...

50. Wie entwickeln sich die Berufe im 19.Jahrhundert?


Die Zünfte bilden über Jahrhunderte die Grundlage der gewerblichen Wirtschaft. Mit Mitte des 19.Jahrhunderts wird ihre Macht beendet: Die Gewerbefreiheit bringt grundsätzlich jedermann die  mehr...

51. Wie leben Dienstboten, Knechte und Mägde?


Eine große Gruppe innerhalb der Werktätigen bilden Dienstboten, Knechte und Mägde in der Stadt und auf dem Land. Ländliche Dienstboten machen in der Steiermark im 18. und 19.Jahrhundert  mehr...

52. Wie geht es den Arbeiterinnen und Arbeitern?


Stolz repräsentieren der Ofenarbeiter und der Bergmann die Arbeiterschaft – im 19.Jahrhundert betritt sie als „vierter Stand“ die Bühne der Geschichte: Tätig in Industrie und Gewerbe, mit  mehr...

53. Welche Erwartungen an ihr Leben hat die Frau?


Der Angelpunkt im Leben einer Frau ist der Ehemann. Von seiner gesellschaftlichen Stellung, seinem Einkommen und seinem Wesen hängt es ab, welches Leben sie nach Verlassen des Elternhauses  mehr...

54. Wie wird „das Frausein“ im 19. Jahrhundert eingeübt?


Erziehung bedeutet bis in das 18.Jahrhundert häufig Zucht, Strenge und frühe Beteiligung an der Arbeit zur Vorbereitung auf das spätere Leben. Was Kinder zuvor durch tätige Mithilfe einüben,  mehr...

55. Ab wann studieren Frauen in Graz?


Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt sich das Bildungswesen dynamisch. Die Gymnasialausbildung wird reformiert. Die bislang bei der Kirche liegende Schulaufsicht geht an eine weltliche  mehr...

56. Wie gegenwärtig ist der Tod?


In der Steiermark steht die Auseinandersetzung mit dem Tod seit Jahrhunderten im Zeichen des Christentums: Das irdische Leben gilt als Übergang in eine jenseitige Welt, die je nach  mehr...

57. Lösen wissenschaftliche Erkenntnisse den Aberglauben ab?


Trotz Fortschritten in der Medizin und Wissenschaft lebt im 19.Jahrhundert der Aberglaube weiter. So wird unter anderem von der legendären Katharina Trigler aus St.Lorenzen (1833–1896) –  mehr...

Museum für Geschichte

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9800
geschichte@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten


Di-So, Feiertag 10 - 18 Uhr

 

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