11. Wie strukturiert man Zeit vor Erfindung der Uhr?

Zeit beschreibt das Werden und Vergehen von Lebewesen und Dingen. Im Mittelalter leben die Menschen eingebettet in den Zyklus der Natur: Die Jahreszeiten strukturieren den Rhythmus des Alltags, Tag und Nacht sind je nach Jahreszeit unterschiedlich lang.

 

Rituale und kirchliche Feiertage markieren zudem Märkte oder die sogenannten Zinstage, an denen das Gesinde entlohnt wird. Im Großen hat die die Zeit Anfang und Ende, sie reicht von der Geburt Christi bis zur erhofften Wiederkehr des Gottessohns. Historische Zusammenhänge innerhalb dieses Rahmens sind für die Einzelnen kaum von Belang. Noch im 17.Jahrhundert kennen die wenigsten Menschen ihr Geburtsdatum.

 

Im konkreten Tagesablauf der Dörfer kennzeichnen die Kirchenglocken wichtige Ereignisse. Sie läuten zum Gottesdienst und Markt, künden aber auch von Gefahren, beispielsweise im Kriegsfall. Die ausgestellte Glocke stammt aus Peggau und wurde im 14.Jahrhundert gegossen, einer Zeit, da die Glockenherstellung in der Steiermark zu einem zentralen Produktionszweig erwächst.

Glocke aus Peggau, Umschrift: "JOHANNES ET PAULUS"
Datierung: 14. Jh.
Besitz: Kulturhistorische Sammlung

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