Friesacher Pfennige

Erzbischöfe von Salzburg

Material

Kupfer

Datierung

12./13. Jahrhundert

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Die Anfänge der Münzensammlung des Joanneums gehen auf Erzherzog Johann zurück, der in den Gründungsstatuten des Joanneums im Jahr 1811 festhielt, dass „inländische Münzen von allen Metallgattungen zusammengereihet“ werden sollen. Erzherzog Johanns wichtigster Mitarbeiter beim Aufbau der Münzensammlung des Joanneums war Joseph Wartinger (1773-1861), der im Bericht des Joanneums über das Jahr 1818 betont:
Die Wohlthat der interessantesten Entdeckungen liegt oft in einigen, ja oft in einer einzigen Münze, welche die Unkunde in einen Winkel hinwirft, der Muthwille verunstaltet, oder gar zerstört.

Zu einem Zufallsfund gibt Wartinger folgende Anekdote:
So fand der große Winkelmann eine durch viele Jahre in Rom, und in vielen alten Städten vergeblich gesuchte Münze am Zaume eines Maulthiers hängen, woran sie der Stallknecht aus läppischer Verzierungssucht befestiget hatte. Laut frohlockend rettete er sie aus dieser abenteuerlichen Bestimmung für den Gewinn der Wissenschaft.

Erzherzog Johann schenkte dem Joanneum nicht nur selbst immer wieder Objekte von landesgeschichtlicher Bedeutung, sondern forderte auch die Öffentlichkeit auf, dem neu gegründeten Museum solche zu übergeben. Unter den Objekten, die der Stifter seinem Museum überließ, finden sich immer wieder auch Münzen.

Stellvertretend dafür sei hier ein Gepräge vorgestellt, das der Stifter dem Joanneum 1819, nachdem er es in der Nähe von Knittelfeld im oberen Murtal bei einer Grabung gefunden hatte, übergab: ein 40-Nummia-Stück des Kaisers Phokas – bislang die einzige Münze dieses byzantinischen Herrschers, die aus der Steiermark bekannt ist.