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Museen als selbstverständlichen Lernort kennenzulernen und Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrem Elternhaus Zugänge zu Kunst, Kultur, Natur und Geschichte zu eröffnen: Mit diesem Ziel wurde im Schuljahr 2006/2007 die damalige „Joanneumskarte Schule“ eingeführt. In den vergangenen 20 Jahren konnten mit der Schulkarte mehr als 360.000 Schüler*innen erreicht und für Museen begeistert werden. Die Schulkarte gibt den teilnehmenden Schüler*innen die Möglichkeit, alle Museen des Universalmuseums Joanneum während eines gesamten Schuljahres beliebig oft zu besuchen.
„Außerschulische Angebote sind nicht für alle Familien gleichermaßen leistbar – gerade der Schulbeginn ist oft mit hohen Kosten verbunden. Umso wichtiger ist es uns, mit diesem Angebot einen Museumsbesuch für alle Kinder und Jugendlichen finanziell zugänglich zu machen. Gleichzeitig arbeiten wir verstärkt daran, auch Schulen im ländlichen Raum noch besser zu unterstützen und ihnen einen Museumsbesuch zu ermöglichen“ so Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner.
Gestartet wurde die Schulkarte 2006 unter dem Motto „Joanneum macht Schule“ mit 24 Schulen. Damals konnte sie für eine gesamte Schule erworben werden und umfasste den freien Eintritt sowie kostenlose einstündige Vermittlungsprogramme. Ziel war von Beginn an, Kinder und Jugendliche möglichst früh über die Institution Schule mit Museen und ihren Inhalten vertraut zu machen, Schulen als starke Partner für das Museum zu gewinnen und dieses als außerschulischen Lernort noch stärker für den Unterricht zu etablieren.
Ein außerordentlicher Lernort wird etabliert Im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte wurde das Angebot kontinuierlich weiterentwickelt. Einen wesentlichen Schritt gab es im Schuljahr 2022/2023: Aus der „Joanneumskarte Schule“ wurde die Schulkarte „Echt Klasse!“. Gleichzeitig konnte die Karte erstmals nicht nur für eine gesamte Schule, sondern auch für einzelne Klassen bestellt werden. Im Schuljahr 2025/2026 nutzten bereits 128 Schulen dieses Angebot. Damit ist die Schulkarte heute ein etabliertes Instrument, um den Bildungsauftrag des Museums mit dem schulischen Lernen zu verbinden und durch wiederholte Museumsbesuche nachhaltige Beziehungen zu Schulen aufzubauen.
Zum 20-Jahr-Jubiläum wird das Angebot noch einmal erweitert: Ab dem Schuljahr 2026/2027 sind mit der Schulkarte sowohl der Eintritt als auch sämtliche regulären Vermittlungsprogramme in den Museen des Universalmuseums Joanneum während des gesamten Schuljahres kostenlos. Ausgenommen sind die Tierwelt Herberstein sowie Angebote mit Sonderpreisen im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing. Spezialformate wie Online- oder Outreach-Programme sind für Inhaber*innen der Schulkarte um 50 Prozent günstiger.
20 Jahre Museum als Klassenzimmer
Ein besonderes Dankeschön anlässlich des Jubiläums wurde drei Schulen MS/BG/BRG Klusemannstraße, Mittelschule Viktor Kaplan und Mittelschule SmartCity ausgesprochen: Sie bestellten die Schulkarte durchgehend seit ihrer Einführung im Schuljahr 2006/2007 und sind damit seit 20 Jahren Teil der Erfolgsgeschichte. Für diese außergewöhnliche Treue erhielten die drei Schulen ihre Schulkarte für das aktuelle Schuljahr kostenlos. Neben diesen gibt es zahlreiche weitere langjährige Stammkund*innen, die die Schulkarte bereits seit vielen Jahren nutzen und damit zeigen, welchen Stellenwert Museen als außerschulische Lernorte im Unterricht einnehmen können.
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Bei der anschließenden Führung durch die verschiedenen Museen konnten die Schüler*innen ihre neue Schulkarte für das Jahr 2026/2027 gleich erstmals nutzen, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek
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