Objekte auf Reisen

Teile der Zeughaus-Sammlung wurden in den letzten Jahren international gezeigt und von Hunderttausenden Besucherinnen und Besuchern gesehen:

 

 

Heavy Metal. Arms and Armours

Hämeenlinna (Häme Castle), Finnland, 22.4.-23.10.2016

 

Vom 22. April bis 23. Oktober 2016 werden auf Burg Häme mehr als 50 Rüstungen (Harnische für Fußsoldaten und Reiter) sowie Waffen (Helmbarten, Sperre, Schwerter, Musketen) aus der Sammlung des Landeszeughauses präsentiert, darunter auch der Pferdeharnisch, der Feldharnisch von Erzherzog Karl II., die Große Harnischgarnitur des Kaspar zu Völs-Schenkenberg sowie ein früher Riefelharnisch, der vom Plattner Hans Maystetter gefertigt wurde.

Die Objekte aus dem Landeszeughaus ähneln jener Kriegsausrüstung, die auch in Finnland während des Dreißigjährigen Krieges Verwendung gefunden hat. Die mittelalterliche Burg Häme bietet für die ausgestellten Rüstungen aus dem 16. und 17. Jahrhundert eine authentische Umgebung.

Legend of Arms

Baku (Heydar Aliyev Center), Aserbaidschan, 16.3.-5.6.2014

 

Die Ausstellung Legends of Arms beleuchtet die Rolle von Waffen und Rüstungen, die einerseits funktionelle Kampfinstrumente waren, aber auch als reich verzierte Repräsentationsobjekte angefertigt wurden. Aspekte der Kriegsführung, das Turnier und „Rüstung als Mode“ sind weitere Themen dieser Schau, in der neben den 150 Grazer Objekten auch orientalische Exponate aus der Esterházy Privatstiftung präsentiert werden.

Die Schau zeigt die kostbarsten Exponate des Landeszeughauses, wie den sogenannten Witz-Harnisch, die Rüstung von Erzherzog Karl II., den Riefelharnisch von Hans Maystetter sowie auch eines der wertvollsten Stücke: den Pferdeharnisch aus der Werkstatt des Konrad Seusenhofer.

I cavalieri dell'Imperatore. Tornei, battaglie e castelli

Trento (Castello del Buonconsiglio und Castel Beseno), Italien, 23.6.-18.11.2012

 

Vom 23. Juni bis 18. November 2012 steht im Castello del Buonconsiglio und auf Castel Beseno die Kriegskunst im Vordergrund. Die Ausstellung lässt eine vergangene Welt wieder aufleben, in der die Krieger mit ihren Rüstungen in die Schlacht zogen oder ihre Kühnheit und Waffengewandtheit in Turnieren zur Schau stellten. Auf Castel Beseno liegt der Schwerpunkt auf Schlachten, Belagerungen, Waffen und militärischen Strategien, der Ausstellungsteil im Castello del Buonconsiglio ist geprägt von Duell, Minne und Heldentugenden.

Präsentiert werden insgesamt ca. 231 Objekte aus sieben italienischen und 12 österreichischen Museen, darunter etwa die Hof- und Rüstkammer des Kunsthistorischen Museums Wien, das Oberösterreichische Landesmuseum und die Tiroler Landesmuseen.

Mit insgesamt 150 Objekten aus dem Landeszeughaus ist diese Ausstellung die größte, an der sich das Landeszeughaus bisher beteiligt hat und konnte 87.683 Besucherinnen anlocken.

Language of Peace, Maribor, 5.7.-6.9.2012

Im Rahmen von Maribor Kulturhauptstadt 2012 zeigt das Regionalmuseum Mariobor / Pokrajinski Muzej die Ausstellung Language of Peace. Die in Maribor vorhandenen steirischen Originalwaffen werden gemeinsam mit Grazer Leihgaben öffentlich vorgestellt und illustrieren die engen Beziehungen beider Städte zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert.

Da Marburg in der frühen Neuzeit zu den so genannten „landesfürstlichen Städten und Märkten“ gehörte, bestand in der dortigen landesfürstlichen Burg eine Dependance des Grazer Hofzeughauses, die üblicherweise mit Waffen aus der Grazer Zentrale versorgt wurde. Da aber die steirische Landschaft aufgrund des dualistischen Wehrsystems verpflichtet war, im Notfall für den Hof mit Waffenlieferungen einzuspringen, gelangten des Öfteren Kriegsmaterialien auch aus dem "landschaftlichen Zeughaus" in Graz nach Marburg. Einige dieser Waffen sind bis heute im Pokrajinski Muzej erhalten geblieben. In Language of Peace sind auf diese Weise Landsknechtsharnische, Pulverflaschen und Helme bzw. Rüstungsgegenstände zu sehen, die einst nachweislich aus dem Landeszeughaus nach Marburg gebracht wurden, dort jedoch heute nicht mehr in der Sammlung vorhanden sind.  

Ôsaka Castle and Eggenberg Castle. Arms and Armor of Austria and Japan

Osaka (Historisches Museum der Stadt Osaka), Japan, 24.3.-6.5.2012

 

Was mit der sensationellen Entdeckung eines japanischen Paravents mit der Darstellung von Ôsaka (jap. Ôsaka zu byôbu) aus dem frühen 17. Jahrhundert im Schloss Eggenberg begann, und 2009 zu einer Schwesternschlosspartnerschaft zwischen Schloss Ôsaka und Schloss Eggenberg geführt hat, wird 2012 in der Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum der Stadt Osaka und dem Universalmuseum Joanneum fortgesetzt:

Die Ausstellung Castle and Eggenberg Castle. 3 years of Friendship. Arms and Armor of Austria and Japan präsentiert Objekte des Historischen Museums der Stadt Ôsaka gemeinsam mit Leihgaben des Landeszeughauses, des Schloss Eggenbergs, der Alten Galerie, des Steiermärkischen Landesarchivs sowie der Universitätsbiblitothek Wien. Eingangs wird mit sechs Grafiken von Andreas Trost und Georg Matthäus Vischer die Entwicklung der Stadt Graz im 16. und 17. Jahrhundert beleuchtet und mit jener der Stadt Osaka verglichen. Der Kriegsführung zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde in dieser Ausstellung ebenso Raum gegeben wie dem Turnierwesen. Rüstungen des Landeszeughauses, darunter auch der Prunkharnisch des Michael Witz, werden japanischen Rüstungen gegenübergestellt.  

Rüstung & Robe

Basel (Tinguely Museum), Schweiz, 13.5.-30.9.2009

 

Mehr als 60 Rüstungen aus dem Landeszeughaus sowie aus der Wiener Hofjagd- und Rüstkammer werden mit 12 Roben des italienischen Modedesigners Roberto Capucci in Szene gesetzt. Der italienische Modedesigner ließ sich in seinen Arbeiten wiederholt von Rüstungen inspirieren. Die Exaktheit der Linienführung der Rüstungen spiegelt sich in den vorwiegend plissierten Roben Capuccis wider und verweist ferner auf die hohe Kunst der Plattner der damaligen Zeit, Eisen in stählerne Hüllen zu verwandeln.

Das Tinguely Museum Basel bietet sich als idealer Ausstellungsort an: Tinguely und seine Weggefährten Luginbühl und Spoerri, die wie die Plattner der damaligen Zeit die Verarbeitung von Eisen in den Mittelpunkt stellten, geben mit ihren Werkgruppen den passenden Rahmen: Mit Tinguely als erklärten Anarchisten, aber auch verkappten Militaristen wird das Feld zwischen Krieg und Absurdität des Krieges aufgespannt. Oskar Schlemmers Werke ordnen sich perfekt in die Inszenierung ein. Mit ihren geometrischen Formen abstrahieren sie von konkreter Kleidung und stellen wie Rüstungen und Roben eine zweite Haut dar.

Mit dieser Ausstellung erfährt das Kunsthandwerk der Plattnerei eine neue Wertschätzung und wirft in der Kombination mit den Roben von Roberto Capucci, der Militaria von Tinguely, Luginbühl und Spoerri sowie den Figurinen von Oskar Schlemmer kunsthistorische wie existenzielle Fragen auf – zwischen dem Schrecken des Krieges und der Schönheit des Laufsteges.

Arms and Armour from Imperial Austria

Cleveland (Cleveland Museum of Art), USA, 24.2.-1.6.2008

 

Die Ausstellung spannt einen Bogen vom Herzogtum Steiermark mit seiner Hauptstadt Graz in mittelalterlicher Zeit bis hin ins 17. Jahrhundert und beleuchtet die Geschichte des Kriegswesens im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts. Neben den rund 100 Rüstungen und Waffen aus dem Landeszeughaus sind auch Objekte der Alten Galerie und der Kulturhistorischen Sammlung zu sehen. Ergänzt werden die Exponate aus Österreich mit Objekten aus den Beständen des CMA. Dabei werden Rüstungen, Waffen, Malerei, Grafik und Skulptur in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext gestellt.

Landeszeughaus

Herrengasse 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9810
F +43-316/8017-9669
zeughaus@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
01. April bis 31. Oktober Di-So, Feiertag 10 - 17 Uhr


Führungen Di-So und Feiertag 11 und 14 Uhr (de), 13 Uhr (en)

Zusätzliche Termine entnehmen Sie bitte dem Kalender. Weitere Führungen nach Voranmeldung.

 

5. Juni

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> Österreichisches Heavy Metal in Finnland