Im Taumel (Kurzfilmprogramm)

Im Rahmen der Ausstellung "Taumel. Navigieren im Unbekannten". In Kooperation mit Diagonale '17.

31.03.2017 11:00-12:30


In Kooperation mit Diagonale 17.  

Kosten: siehe: www.diagonale.at

Ort: Schubertkino 2, 11-12:30 Uhr  


Aus der künstlerischen Forschung zum Projekt  "Dizziness - A Resource" von Ruth Anderwald + Leonhard Grond und erweiternd zur Ausstellung Taumel. Navigieren im Unbekannten im Kunsthaus Graz zeigt die Diagonale '17 ein Programm mit nationalen und internationalen Kurzfilmen, die den visuellen Taumel im Seh- und Raumerleben thematisieren.

 

Certainly for artists of all stripes the unknown, the idea or the form or the tale that has not yet arrived, is what must be found. It is the job of artists to open doors and invite into prophesies, the unknown, the unfamiliar.’ Rebecca Solnit, A Field Guide to Getting Lost.

 

‘When the word “hallucination” first came into use, in the early sixteenth century, it denoted only “a wandering mind”.’ Oliver Sacks, Hallucinations.

 

Zu sehen sind experimentelle Arbeiten nationaler und internationaler Künstler/innen. Taumel, Illusion, Schwindel, Desorientierung: Dieses Screening ist jenen optischen Phänomenen gewidmet, die das Sehen in direkten Bezug zu unserer körperlichen Raumerfahrung stellen und somit den visuellen Taumel im Sehen, in der Körperwahrnehmung und im Orientieren erlebbar machen.

 

Taumel tritt situativ und lokal auf, in Form von Schwindel, Rausch, Störung, Sogwirkung, Untiefe und Stromschnelle. Er entzieht uns den Boden unter unseren Füßen. Er reißt mit, hin, fort und weg. Nach Plato ist der Taumel der Ursprung allen Philosophierens, weil er in uns destabilisiert, was wir als unverrückbar annehmen. Der Taumel verdeutlicht die Brüchigkeit unserer visuellen Realitätserfahrung, die uns die Welt subjektiv und perspektivisch, situativ und relational vermittelt.

 

Das Programm Im Taumel versammelt Arbeiten, die uns optische Phänomene der Beschleunigung und Entschleunigung erleben lassen, etwa Tony Conrads legendärer Film The Flicker. Allen gezeigten Arbeiten ist gemein, dass sie auf Phänomene des visuellen Wahrnehmens hinweisen, Grenzen austesten und uns einzigartige und individuelle Taumel- und Seherlebnisse bereiten.

 

Programm Im Taumel:

Sehen als 1, 2000, Esther Stocker 0’30''

The Flicker, 1966, Tony Conrad, 30'

Contemplations, 2010, Anderwald + Grond 15’

Untitled (Generali Foundation Vienna), 2015, Philipp Fleischmann 5′ 8″

Failed States, 2008, Henry Hills 10'

11/65 Bild Helga Philipp, 1965, Kurt Kren, 2’

Flash in the Metropolitan, 2006, Rosalind Nashashibi / Lucy Skaer 3’25''

Hypnodrom, 2017, Richard Wilhelmer, 2’

 

Gesamtdauer: ca. 70 min

Kunsthaus Graz

Lendkai 1
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9200
F +43-316/8017-9212
kunsthausgraz@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
Di-So, Feiertag 10 - 17 Uhr


Kunsthauscafé

So-Do 9-23 Uhr
Fr-Sa 9-1 Uhr

T +43-316/714 957
 

Führungen

Sa 15:30 Uhr, So, Feiertag 11 Uhr (de), So 14 Uhr (en), ausnahmsweise Abweichungen möglich. Zusätzliche Termine entnehmen Sie bitte dem Kalender. Weitere Führungen nach Voranmeldung

 

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