Hollerer/Marte

„Brauchen wir einen Unfall?“

11.03.-15.05.2011


Eröffnung: 10.03.2011, 19.30
Kuratiert von: Katrin Bucher Trantow

In Kooperation mit der Diagonale 2011


In der Ausstellung Hollerer/Marte treffen die Filmschaffende, Performancekünstlerin und letztjährige Diagonale-Preisträgerin für innovatives Kino Sabine Marte (*1967, A) und der international renommierte Bildhauer Clemens Hollerer (*1975, A) aufeinander. Gemeinsam sind ihnen ein konzeptuelles Vorgehen in der Dekonstruktion des Vorgefundenen und das Interesse an den Bedingungen und Wirkungen eines Mediums.

Als 5. Kooperationsprojekt mit der Diagonale wird in diesem Jahr ein neues Format gewählt und eine Ausstellung im Space02 geschaffen, die als dialogisches Gesamtprojekt zweier Künstler/innen funktioniert. Clemens Hollerers Installationen werden dabei den Raum in seinen Ausmaßen und Bedingungen um die Filmprojektionen von Sabine Marte herum aufspannen. Es entsteht eine Situation, wo räumliche und filmische Montagetechniken einander zu einem Gesamtbild emotionaler Erinnerung ergänzen.

 

Katalog zur Ausstellung

 

Aus einigen Kubikmetern Holz, „found footage“ von Hollywoodsequenzen, über 30 Dosen Lack, abgefilmten Projektionen, Plastikplanen, Nylonbändern, Baunetzen, eigenen Videoaufnahmen, Sprachfetzen und Geräuschen wird in Überblendungen und Montagen eine Narration zwischen Filmen, Installationen und Besuchern entwickelt, die in ihrer Wirkung verstört, einengt, angreift und doch geradezu ästhetisch berauscht. In ihre Teile zerlegt, werden Bedingungen der Wahrnehmung erkennbar, die geradezu surreal sind und mehrere Sinne gleichzeitig ansprechen.

 

Clemens Hollerers räumliche Installationen haben ihren Ursprung in urban vorgefundenen Situationen, die, in den jeweiligen Ausstellungsort übersetzt, zum Alphabet des zu deklinierenden Raumes werden. Dagewesenes und standardisiert Vorgefertigtes wirken aufeinander ein, Muster oder Grenzziehungen werden in der Wiederholung manifest.

 

Auch Sabine Marte arbeitet mit der Wiederholung, dem Bruch und dem sprachlichen, bildlichen oder akustischen Kommentar, der in der schonungslosen Demontage des Originals seine Brisanz erhält. Der Trailer der Diagonale 2011, der den gleichen Titel wie die Ausstellung trägt, ist der aus Hollywoodfilmen zusammen geschnittene Dialog zwischen Mann und Frau, der, genau wie die Ausstellung selbst, in Parallelorte entführt und gerade durch seine wagemutigen Konfrontationen einen ebenso kritischen wie komischen Moment des Erkennens zulässt.

 

Reflexionen zum Thema des psychosozialen Raumes leiten damit in dieser Ausstellung das Thema der Erforschung von Räumen des Wissens ein, die in Form von Überlegungen zum Museum das Jahresthema 2011 im Kunsthaus Graz prägen wird.

 

Clemens Hollerer: "Kunst am Bau", Hör-Beitrag im Pasticcio auf Ö1 vom 16.03.2011

Shuttle-Bus Wien-Graz-Wien zu den Ausstellungseröffnungen Nadim Vardag im Kunstverein Medienturm und Hollerer/Marte im Kunsthaus Graz am 10.03.2011.
Abfahrt: 15 Uhr, vis à vis der Wiener Staatsoper (=Parkplatz IKEA-Bus )
Ziel: Kunstverein Medienturm, Josefigasse 1, Graz
Rückfahrt: ca. 22 Uhr, ab Kunsthaus Graz, Lendkai 1, Graz
Ankunft Wien: verschiedene Ausstiegsmöglichkeiten entlang der Einfahrt, mit dem Fahrer auszumachen.
Busgröße: 50
Kosten: € 10
Information: teresa.ruff@museum-joanneum.at

Kunsthaus Graz

Lendkai 1
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9200
F +43-316/8017-9212
kunsthausgraz@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
Di-So, Feiertag 10 - 17 Uhr


Kunsthauscafé

So-Do 9-23 Uhr
Fr-Sa 9-1 Uhr

T +43-316/714 957
 

Führungen

Sa 15:30 Uhr, So, Feiertag 11 Uhr (de), So 14 Uhr (en), ausnahmsweise Abweichungen möglich. Zusätzliche Termine entnehmen Sie bitte dem Kalender. Weitere Führungen nach Voranmeldung

 

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