Foyer-Umbau

Erdgeschoss und Vorplatz

Fotostrecke zum Umbau

Wieso wird umgebaut? 

Das Foyer des Kunsthauses sollte mehr sein als ein Ort, an dem man sich informiert und seine Eintrittskarten, Publikationen oder Souvenirs kauft. Es könnte ein Ort sein, an dem man sich mit Freundinnen und Freunden trifft, gerne aufhält, Kunstwerken begegnet, ohne dafür zu bezahlen, ein Ort der Aktivitäten, der sich an alle wendet, die Freude an Kunst haben oder das Kunsthaus kennenlernen möchten. Es sollte auch ein Ort sein, der kommerzielle und nicht-kommerzielle Agenden balanciert, sodass man genügend attraktive Angebote vorfindet, ohne Geld ausgeben zu müssen.

Doch es gibt auch ganz pragmatische Gründe für den Umbau: 

Die räumliche Trennung von Vorbereitungsküche und Gastraum des Kunsthauscafés hat sich für alle Beteiligten als belastend erwiesen. Speisen und Getränke werden in hoher Frequenz und während der Öffnungszeiten des Kunsthauses quer durch das Foyer getragen; Küchengeruch zieht bis in die Ausstellungsräume. Darüber hinaus war die Ausstattung des Kunsthauses (Vorhänge, Sitzmöbel) in die Jahre gekommen und musste ohnehin ersetzt werden. Die Umgestaltung nimmt besonders auf die Bedürfnisse von Menschen mit Hör-, Seh- und Bewegungseinschränkungen Rücksicht. Das Informations- und Leitsystem des Hauses wird ebenfalls überarbeitet.

Welche Personen sind involviert?

Die Umgestaltung des Foyers erfolgt in Zusammenarbeit mit den Architekten Niels Jonkhans und Gerhard Eder, die bereits mit Peter Cook und Colin Fournier an der Errichtung des Kunsthauses gearbeitet hatten. Die Landschaftsarchitekten Topotek 1 gestalten den Außenraum. 

Stichwort: Testphase – der Umgestaltungsprozess – Gestaltung und Korrektur

Künstler/innen, Designer/innen sowie Architektinnen und Architekten – wie Superflex, Oliver Hangl, Tristan Schulze, Topotek 1, Anna Lena von Helldorff und Oliver Klimpel – testen verschiedene Kommunikations- und Nutzungsformen, wobei die inhaltlich-künstlerische Ausrichtung des Kunsthauses mit funktionalen wie ökonomischen Anforderungen an eine zeitgenössische Ausstellungsinstitution verbunden wird.

 

In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Joanneum werden die am Umbau beteiligten Künstler/innen, Designer/innen sowie Architektinnen und Architekten Vorträge an der Fachhochschule halten. Umgekehrt werden Lehrende, Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschule im Kunsthaus sprechen.

Wie wird der Umbau finanziert? 

Der Umbau wird durch Umschichtungen aus dem laufenden Budget finanziert. Es gibt kein Sonderbudget. Der Umbau wird aus einer Investitionsrücklage des Kunsthauses finanziert. In den folgenden Jahren werden die verbrauchten Rücklagen in gleicher Höhe durch Einsparungen im laufenden Betrieb wieder aufgefüllt.

Die Neugestaltung erfolgt in zwei Etappen, 2017 und 2018. 

Der Umbau wurde von den Eigentümern (Land Steiermark und Stadt Graz) genehmigt.

 

Was wird neu?

Küche:  Die Vorbereitungsküche wird in das Eiserne Haus verlegt. Die Anlieferung erfolgt nun über den Innenhof des Kunsthauses und nicht länger über dessen Murseite.

Foyer:

Das Foyer öffnet sich vor allem in Richtung Mur. Zwei große Eingänge werden ins Kunsthaus führen. Die Gestalterin Anna Lena von Helldorff überarbeitet das Info- und Leitsystem. 2018 wird das Foyer neu ausgestattet und durch die Kuratorinnen des Kunsthauses neu programmiert. 2018 rückt auch das Aufsichtsteam in den Fokus: Verschiedene steirische Mode-Labels werden in Absprache und Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter/innen spezifische, individuelle Outfits entwickeln.

Vorplatz:

Der murseitige Vorplatz wird durch Topotek 1 temporär bespielt. Das 1996 gegründete Büro arbeitet in den Grenzbereichen von Architektur, Landschaftsgestaltung, Design und Kunst. Rote Straßenmarkierungen, die strahlenförmig von unseren künftigen zwei Eingangstüren auf der Seite des Lendkais ausgehen, erzeugen eine Art optischen Sog, der förmlich in das Haus hineinzieht. Schon aus der Ferne, wenn man auf der Murbrücke steht, sieht man diese Markierungen. Auf der neuen Fläche sind futuristisch anmutende Stadtmöbel der skandinavischen Möbelfirma Vestre temporär aufgestellt. Ausgewählt haben Topotek 1 das Modell BUZZ und zwar in Pink. Diese Farbe taucht bereits im Inneren des Kunsthauses – wenn auch verhalten – auf. Die Farbe wurde über die Brandmelder gleichsam eingeschmuggelt.

 

 

Küche, Kassa/Info, Shop:

Das jetzige „Küchenei“ verwandelt sich in einen ​neuen Eingangstresen, der Haupteingang des Kunsthauses wird damit an die Murseite des Gebäudes verlegt.​ Auf diese Weise wird auch die von den Architekten Cook & Fournier geplante Durchlässigkeit wieder hergestellt – verbunden mit verschiedenen Blickverbindungen.

 

Der Shop zieht ebenfalls in Richtung Tresen um. Der Betreiber behält aber weiterhin Präsentationsflächen im Kunsthauscafé.

Bankomat:

Im Zuge des Umbaus wird ein Bankautomat installiert. Eine besondere Aufgabe übernimmt dabei die dänische Künstlergruppe Superflex: "Radical ATM" setzt beim neuen Geldautomaten des Kunsthauses an und bildet den Auftakt zu einem mehrjährigen Projekt, in dessen Zentrum die Auseinandersetzung mit kapitalistischen und marxistischen Formen des Wirtschaftens gleichermaßen steht.

Barrierefreiheit:

Für Barrierefreiheit wird gesorgt, besonders für Rollstuhlfahrer/innen und Menschen mit Hörbehinderung.

Wie wirkt sich der Umbau auf meinen Besuch aus?

Wir bitten um Ihr Verständnis, sollte der Zugang in das Kunsthaus 2017 etwas erschwert sein. Informationstafeln kündigen eventuelle Umleitungen an. Für die Ausstellungen garantieren wir einen störungsfreien Besuch.

Wie wird der fertige Eingangsbereich voraussichtlich aussehen?

Es soll ein offener Eingangsbereich geschaffen werden, der Spielraum lässt für die vielfältigen Nutzungsformen. Ziel des Vorhabens ist es, das Foyer wieder zur einladenden Empfangs- und Eingangszone zu machen – mit hoher Aufenthaltsqualität und ohne „tote Ecken“.

Kunsthaus Graz

Lendkai 1
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9200
F +43-316/8017-9212
kunsthausgraz@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
Di-So, Feiertag 10 - 17 Uhr


Kunsthauscafé

So-Do 9-23 Uhr
Fr-Sa 9-1 Uhr

T +43-316/714 957
 

Führungen

Sa 15:30 Uhr, So, Feiertag 11 Uhr (de), So 14 Uhr (en), ausnahmsweise Abweichungen möglich. Zusätzliche Termine entnehmen Sie bitte dem Kalender. Weitere Führungen nach Voranmeldung

 

24. bis 25. Dezember

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> Der Vorplatz