Foyer-Umbau

Erdgeschoss und Vorplatz

Der Umbau des Foyers begann am 2.1.2017 und endet am 31.8.2018.

Wieso wird umgebaut? 

Das Foyer des Kunsthauses sollte mehr sein als ein Ort, an dem man sich informiert und seine Eintrittskarten, Publikationen oder Souvenirs kauft. Es könnte ein Ort sein, an dem man sich mit Freundinnen und Freunden trifft, gerne aufhält, Kunstwerken begegnet, ohne dafür zu bezahlen, ein Ort der Aktivitäten, der sich an alle wendet, die Freude an Kunst haben oder das Kunsthaus kennenlernen möchten. Es sollte auch ein Ort sein, der kommerzielle und nicht-kommerzielle Agenden balanciert, sodass man genügend attraktive Angebote vorfindet, ohne Geld ausgeben zu müssen.

Doch es gibt auch ganz pragmatische Gründe für den Umbau: 

Die räumliche Trennung von Vorbereitungsküche und Gastraum des Kunsthauscafés hat sich für alle Beteiligten als belastend erwiesen. Speisen und Getränke werden in hoher Frequenz und während der Öffnungszeiten des Kunsthauses quer durch das Foyer getragen; Küchengeruch zieht bis in die Ausstellungsräume. Darüber hinaus ist die Ausstattung des Kunsthauses (Vorhänge, Sitzmöbel) in die Jahre gekommen und muss ohnehin ersetzt werden. Im Zuge der Umgestaltung soll künftig besonders auf die Bedürfnisse von Menschen mit Hör-, Seh- und Bewegungseinschränkungen Rücksicht genommen werden. Das Informations- und Leitsystem des Hauses wird ebenfalls überarbeitet.

Welche Personen sind involviert?

Die Umgestaltung des Foyers erfolgt in Zusammenarbeit mit den Architekten Niels Jonkhans und Gerhard Eder, die bereits mit Peter Cook und Colin Fournier an der Errichtung des Kunsthauses gearbeitet hatten. Die Landschaftsarchitekten Topotek 1 werden 2017 Vorschläge für den Außenraum entwickeln, die verschiedene künftige Nutzungsoptionen aufzeigen. Temporäre Realisierungen sollen – quasi modellhaft – umgesetzt werden.

Stichwort: Testphase – der Umgestaltungsprozess – Gestaltung und Korrektur

Künstler/innen, Designer/innen sowie Architektinnen und Architekten – wie Superflex, Oliver Hangl, Tristan Schulze, Topotek 1, Anna Lena von Helldorff und Oliver Klimpel – testen verschiedene Kommunikations- und Nutzungsformen, wobei die inhaltlich-künstlerische Ausrichtung des Kunsthauses mit funktionalen wie ökonomischen Anforderungen an eine zeitgenössische Ausstellungsinstitution verbunden wird.

 

In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Joanneum werden die am Umbau beteiligten Künstler/innen, Designer/innen sowie Architektinnen und Architekten Vorträge an der Fachhochschule halten. Umgekehrt werden Lehrende, Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschule im Kunsthaus sprechen.

Wie wird der Umbau finanziert? 

Der Umbau wird durch Umschichtungen aus dem laufenden Budget finanziert, es gibt dafür keine Sondermittel. Die Neugestaltung erfolgt in zwei Etappen, 2017 und 2018.

 

Was wird neu?

Küche:  Die Vorbereitungsküche wird in das Eiserne Haus verlegt. Die Anlieferung erfolgt nun über den Innenhof des Kunsthauses und nicht länger über dessen Murseite.

Foyer:

2017 wird das Foyer vor allem in Richtung Mur geöffnet. Hier sollen künftig drei große Eingänge ins Kunsthaus führen. Die Gestalterin Anna Lena von Helldorff überarbeitet das Info- und Leitsystem. 2018 wird das Foyer neu ausgestattet und durch die Kuratorinnen des Kunsthauses neu programmiert. 2018 rückt auch das Aufsichtsteam in den Fokus: Verschiedene steirische Mode-Labels werden in Absprache und Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter/innen spezifische, individuelle Outfits entwickeln.

Vorplatz:

Der murseitige Vorplatz soll zunächst durch Topotek 1 temporär bespielt werden. Das 1996 gegründete Büro arbeitet in den Grenzbereichen von Architektur, Landschaftsgestaltung, Design und Kunst. Mit einfachen Setzungen – über Farbflächen, Lichtakzente – werden verschiedene Gestaltungsoptionen durchgespielt. Der Vorplatz dient bis auf Weiteres als wechselnde Ausstellungszone für Stadtmöbel/urbanes Design.

 

 

Küche, Kassa/Info, Shop:

Das jetzige „Küchenei“ verwandelt sich durch einen geschickten Umbau in einen ​neuen Eingangstresen, der Haupteingang des Kunsthauses wird damit an die Murseite des Gebäudes verlegt.​ Auf diese Weise wird auch die von den Architekten Cook & Fournier geplante Durchlässigkeit wieder hergestellt – verbunden mit verschiedenen Blickverbindungen.

 

Der Shop zieht ebenfalls in Richtung Tresen um. Der Betreiber behält aber weiterhin Präsentationsflächen im Kunsthauscafé.

Bankomat:

Im Zuge des Umbaus wird ein Bankautomat installiert. Eine besondere Aufgabe übernimmt dabei die dänische Künstlergruppe Superflex: "Radical ATM" setzt beim neuen Geldautomaten des Kunsthauses an und bildet den Auftakt zu einem mehrjährigen Projekt, in dessen Zentrum die Auseinandersetzung mit kapitalistischen und marxistischen Formen des Wirtschaftens gleichermaßen steht.

Barrierefreiheit:

Für Barrierefreiheit wird gesorgt, besonders für Rollstuhlfahrer/innen und Menschen mit Hörbehinderung.

Wie wirkt sich der Umbau auf meinen Besuch aus?

Wir bitten um Ihr Verständnis, sollte der Zugang in das Kunsthaus 2017 etwas erschwert sein. Informationstafeln kündigen eventuelle Umleitungen um. Für die Ausstellungen garantieren wir einen störungsfreien Besuch.

Wie wird der fertige Eingangsbereich aussehen?

Es soll ein offener Eingangsbereich geschaffen werden, der Spielraum lässt für die vielfältigen Nutzungsformen. Ziel des Vorhabens ist es, das Foyer wieder zur einladenden Empfangs- und Eingangszone zu machen – mit hoher Aufenthaltsqualität und ohne „tote Ecken“.

Kunsthaus Graz

Lendkai 1
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9200
F +43-316/8017-9212
kunsthausgraz@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
Di-So, Feiertag 10 - 17 Uhr


Kunsthauscafé

So-Do 9-23 Uhr
Fr-Sa 9-1 Uhr

T +43-316/714 957
 

Führungen

Sa 15:30 Uhr, So, Feiertag 11 Uhr (de), So 14 Uhr (en), ausnahmsweise Abweichungen möglich. Zusätzliche Termine entnehmen Sie bitte dem Kalender. Weitere Führungen nach Voranmeldung

 

17. April
1. Mai
5. Juni

24. bis 25. Dezember