Preisträger Kurzfilmwettbewerb "Menschenrechte"

1. Preis: Ohne Titel, Markus Wilfling

2. Preis: "Artikel 1", frauklocker  

3. Preis: "Bewahrenswert", Peter Brandstätters

Am 13. November wurden die drei Gewinnerprojekte des Kurzfilmwettbewerbs 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte bekannt gegeben. Den Preis, der vom Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark und ORF Steiermark ins Leben gerufen wurde, erhielten heuer Markus Wilflingfrauklocker und Peter Brandstätter.

Die prominent besetzte Fachjury kürte aus über 30 Einreichungen die drei Siegerprojekte, die mit künstlerischer Qualität und Aktualität das Thema der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am besten umsetzten.

Die Siegerfilme wurden ab dem 16. November bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember insgesamt 15 Mal unmittelbar vor der Sendung Steiermark heute auf ORF 2 ausgestrahlt.

Fachjury hat gewählt

Die sechsköpfige Fachjury, bestehend aus Wolfgang Benedek (Karl-Franzens-Universität Graz), Elisabeth Fiedler (Leiterin, Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark), Heidrun Primas (Leiterin, Forum Stadtpark), Gernot Rath (Ressortleiter Kultur, ORF Steiermark), Peter Schernhuber (Intendant, Diagonale – Festival des österreichischen Films) und Colette Schmidt (Redakteurin, Der Standard), wählte aus über 30 Einreichungen drei Siegerprojekte aus. Ausgewählt wurde in Hinblick auf den inhaltlichen Bezug zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die Aktualität, die künstlerische Qualität und nicht zuletzt die Überzeugungskraft für das Fernsehpublikum.

Markus Wilflings Projekt Ohne Titel wurde dafür mit dem ersten Preis ausgezeichnet, die Arbeit Artikel 1 von frauklocker wurde mit dem zweiten und Peter Brandstätters Film Bewahrenswert mit dem dritten Preis gewürdigt.

„Die Menschenrechte scheinen vor dem Hintergrund eines bedrohlichen Brodelns und undefinierbaren Blubberns gegen die Wand gedrängt. Markus Wilfling provoziert und bietet in Bild und Ton breite Interpretationsmöglichkeiten, die letztlich jedoch immer auf eine Frage hinauslaufen: Wollen wir weiterhin zulassen, dass die Errungenschaft der Menschenrechte in ihrer Bedeutung zerstört wird?“, so die Jurybegründung.

70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Das Gedenkjahr 2018 erinnert auch an die im Jahr 1948 von den Vereinten Nationen verabschiedete Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, verkündet am 10. Dezember 1948 in Paris. Ihre 30 Artikel gelten als unverbindliche Empfehlungen und stellen den Versuch dar, allgemein verbindliche Grundregeln menschlichen Zusammenlebens zu formulieren. In über 460 Sprachen übertragen, zählt die Erklärung zu den meistübersetzten Texten der Welt.

Vereinbart nach dem Grauen zweier Weltkriege, hat die Erklärung im Wissen um Menschenverachtung und Größenwahn nichts an Aktualität verloren. Krieg, Vertreibung, Folter und Terror, aber auch Ignoranz, das Fehlen von Verständnis und die daraus resultierende Missachtung von Menschenrechten sind Realitäten, die stets thematisiert werden müssen.

Der Kurzfilmwettbewerb 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark in Kooperation mit dem ORF Steiermark zielte daher auf die aktuelle Sensibilisierung für die Thematik und die Auseinandersetzung mit dem allgemeinen Phänomen der Nicht- oder Missachtung der Menschenrechte bei gleichzeitig hoher Empathiefähigkeit des Menschen ab.

 

 

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