OFFENE FELDER

Kunst und Landwirtschaft

01.01.2022-31.12.2023



Reflexionen über die sensible und vielfältige Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur gibt es seit der Urgeschichte in Form von Kunst und alltäglichen sowie rituellen Handlungen. Heute prägt diese Thematik natur- und geisteswissenschaftliche Diskurse, zumal wir durch die (Aus-)Nutzung natürlicher Ressourcen mithilfe turbokapitalistischen Wirtschaftswachstums immer weiter an den Rand der Kapazitäten unseres Planeten geraten. Die ungebremste Beschleunigung von Industrie und Wirtschaft seit der industriellen Revolution – höher, weiter, schneller – ignoriert das komplexe Verhältnis von Natur und Mensch und unsere Abhängigkeit von einem begrenzten Lebensraum. Erst die globale Katastrophe des Klimawandels lässt die Verletzlichkeit von Nehmen und Geben evident werden und stellt die Frage nach den Notwendigkeiten für unsere Existenz.

Landwirtschaft, die seit Sesshaftwerdung in der Jungsteinzeit unsere Grundbedürfnisse erfüllt bzw. reglementiert, und Kunst, die die Gesellschaft reflektiert und mit neuen Möglichkeiten konfrontiert, werden bei diesen Überlegungen zu spannungsreichen Bezugsfeldern. Das Projekt OFFENE – FELDER Kunst und Landwirtschaft stellt diese menschlichen Grundbedürfnisse nach körperlicher und geistiger Nahrung in den Vordergrund. Gleichzeitig geht es um geschichtliche, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge, neue Impulse und aktuelle Ansätze. Durch das Zusammentreffen zweier scheinbarer Gegensätze wird Neuem Platz gegeben.

Landwirt*innen, die sich für zeitgenössische Kunst interessieren, sind dazu eingeladen, ihre Höfe für internationale Künstler*innen aus verschiedenen Sparten wie Musik, Literatur, Performance, Film, digitale Medien, bildende Kunst etc. zu öffnen. Diese verbringen bis zu einem Monat auf den ausgewählten Bauernhöfen, um dort temporäre Kunstwerke zu entwickeln. Die Auswahl der Landwirt*innen erfolgte gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Berater Klaus Schrefler, jene der Künstler*innen durch eine internationale Jury, bestehend aus: Ramesh Daha, Robert Höldrich, Katrina Petter, Andreas Unterweger und Elisabeth Fiedler als Vorsitzender.

Beteiligte Künstler*innen und -kollektive: Astarti Athanasiadou & Stéphane Verlet Bottéro, Samuel Collins & Sho Murayama, Amanda Couch, Markus Hiesleitner, Katharina Klement, Sujit Mallik, Valle Medina & Benjamin Reynolds, Jonathan Mizrahi, Rainer Nöbauer-KammererGeorg Nussbaumer, Gina van der Ploeg, Eva Seiler und Paul Wiersbinski.


Die Ausschreibung für Landwirt*innen lief bis 28. Februar 2022, 12 Uhr. Der Open Call für Künstler*innen rief bis 1. April 2022, 12 Uhr Künstler*innen auf sich zu bewerben. Die Realisierung der Arbeiten erfolgt von Juli 2022 bis Herbst 2023.

Ausschreibung für Landwirt*innen Expand Box

Das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark plant für 2022/23 ein Projekt, in dem die beiden wesentlichen Bereiche Kunst und Landwirtschaft aufeinandertreffen. Dazu möchten wir Künstler*innen aus verschiedenen Sparten wie Musik, Literatur, Performance, bildende Kunst, Film, digitale Medien etc. einladen, bis zu einem Monat auf Bauernhöfen zu verbringen, um dort temporäre Kunstwerke zu entwickeln. Dies soll in einer ernsthaften, kritischen Auseinandersetzung und in gegenseitigem Respekt passieren.

Wenn Sie sich für zeitgenössische Kunst interessieren und offen für einen Austausch sind, bitten wir Sie, sich mit einer Kurzdarstellung Ihres Hofes sowie der Unterbringungsmöglichkeit (Text und Bilder) und Ihrer Motivation, an dem Projekt teilzuhaben, zu melden. 1) 2)

Einreichschluss: 28. Februar 2022, 12 Uhr
Informationen und Einreichung unter: 0699/133 47 111 oder kioer@museum-joanneum.at 


1) Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Auswahl der Künstler*innen ausschließlich dem Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark in Absprache mit den landwirtschaftlichen Betrieben obliegt.
2) Es besteht kein Anspruch auf eine Projektteilnahme.

 


Ausschreibung für Künstler*innen Expand Box

Reflexionen über die sensible und vielfältige Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur gibt es seit der Urgeschichte in Form von Kunst. Das Projekt OFFENE FELDER fokussiert auf lokaler Ebene wesentliche Aspekte, nämlich jene der Landwirtschaft in unmittelbarer Begegnung mit Kunst, denn beide sind und liefern Grundnahrungsmittel der Gesellschaft.

Künstler*innen aus Musik, Literatur, Performance, Film, digitale Medien, bildende Kunst etc. sind dazu eingeladen, sich mit dem Thema Kunst und Landwirtschaft auseinanderzusetzen. Dies geschieht zuerst in Form eines zwei- bis vierwöchigen Aufenthalts bei einer Landwirtin bzw. einem Landwirt in der Steiermark. Darauf folgt die Entwicklung einer temporären Arbeit, die entweder noch heuer oder 2023 am jeweiligen Ort umgesetzt werden soll.

Eine internationale Fachjury wählt aus den eingereichten Vorschlägen mind. fünf Projekte zur Umsetzung aus.

Deadline: Freitag, 1. April 2022, 12 Uhr MEZ
Informationen und Einreichung finden Sie hier.

Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark

Marienplatz 1/1
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9265
kioer@museum-joanneum.at