Team

Dr. Birgit Johler

Kuratorin



Dr. Birgit Johler

Geboren in Vorarlberg, Studium der Europäischen Ethnologie/Volkskunde und der Romanistik in Wien.
Seit 1998 ist sie als Kulturwissenschafterin und Kuratorin tätig, u.a. für das Volkskundemuseum Wien, Sigmund Freud Museum, Jüdische Museum Wien und das Frauenmuseum Hittisau. Von 2008–2017 war sie Redakteurin der Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde und Kuratorin im Wiener Volkskundemuseum (zuletzt die Ausstellung heimat:machen. Das Volkskundemuseum in Wien zwischen Alltag und Politik, gem. mit Magdalena Puchberger). Sie ist Kuratorin im Team für die neue österreichische Ausstellung Entfernung. Österreich und Auschwitz im Staatlichen Museum Auschwitz Birkenau (geplante Eröffnung: 2021). Im Jahr 2014 realisierte sie mit Studierenden der Universität Graz und gemeinsam mit Helmut Eberhart die Ausstellung Der volkskundliche Blick auf die Steiermark – eine Ausstellung zur Fotosammlung von Viktor Geramb. Von März 2017 bis November 2019 war sie Kuratorin im Haus der Geschichte Österreich (HdGÖ) und hat in dieser Funktion die Eröffnungsausstellung Aufbruch ins Ungewisse - Österreich seit 1918 wesentlich mitverantwortet.
 Im Oktober 2019 präsentierte sie ebenfalls im HdGÖ die originale Ostarrichi-Urkunde aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv im Rahmen der Installation #Ostarrichi. Die Karriere einer Urkunde. Die von ihr kuratierte Ausstellung Nicht mehr verschüttet. Jüdisch-österreichische Geschichte in der Wiener Malzgasse zeigt erstmals die 2018 gemachte Funde zu jüdischem Leben vor 1938 und ist in Kooperation mit dem jüdisch-orthodoxen Schulverein Machsike Hadass entstanden. Die Ausstellung ist bis Frühjahr 2021 im HdGÖ zu sehen. Seit 2019 ist sie Kuratorin im Volkskundemuseum, Universalmuseum Joanneum, und zeichnet sich für die neue Ausstellung des Museums verantwortlich (Eröffnung: Frühjahr 2021).

 

Ihre Forschungen und Publikationen befassen sich u.a. mit Alltagsgeschichte, materieller Kultur, Museumsgeschichte, Wissens- und Wissenschaftsgeschichte der Volkskunde, mit jüdischer Geschichte sowie mit Alltag und Verfolgung im Nationalsozialismus. Ihre Dissertation ist Ergebnis eines mehrjährigen FWF-Forschungsprojekts zur Geschichte des Volkskundemuseums in Wien in Zeiten politischer Umbrüche. Sie unterrichtet regelmäßig am Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien, 2014/15 auch an den Universitäten Graz und Innsbruck, 2014 war sie Fellow am Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie an der WWU Münster. Im Jahr 2021 folgt sie einer Einladung als Gastkuratorin an das nunmehrige Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der WWU Münster.

Seit 2016 ist sie Vorstandsmitglied im Österreichischen Fachverband für Volkskunde (seit 2019 Stellvertretende Vorsitzende). 

 

 

Neuere Publikationen (Auswahl):

 

Birgit Johler: Prekäres „Wohnen“ nach 1938, in: Irene Nierhaus, Kathrin Heinz (Hg.): Unbehaust Wohnen. Konflikthafte Räume in Kunst – Architektur – Visueller Kultur. Bielefeld: transcript (Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen, Bd. 6), 2020, S. 63-79.

 

Sabine Eggmann, Birgit Johler, Konrad J. Kuhn, Magdalena Puchberger (Hg.): Orientieren & Positionieren, Anknüpfen und Weitermachen: Wissensgeschichte der Volkskunde/Kulturwissenschaft in Europa nach 1945. Münster: Waxmann 2019.

 

Birgit Johler: Das Volkskundemuseum in Wien in Zeiten politischer Umbrüche. Zu den Handlungsweisen einer Institution und zur Funktion ihrer Dinge. Univ. Diss., Universität Wien, 2017.

 

Birgit Johler: Museale Praktiken in Zeiten politischer Umbrüche. Zum Erwerb der „Mythenbibliothek“ nach 1945 durch das Österreichische Museum für Volkskunde. In: Johannes Feichtinger, Marianne Klemun, Jan Surman, Petra Svatek (Hg.): Wandlungen und Brüche. Wissenschaftsgeschichte als politische Geschichte. Göttingen 2018, S. 229-235. 

 

Birgit Johler: Tracht und Politik. In: Sommer, Monika, Uhl, Heidemarie, Zeyringer Klaus (Hg.): 100 x Österreich. Neue Essays aus Literatur und Wissenschaft. Wien 2017.

 

Birgit Johler: Freud’s Dining Room. Möbel bewegen Erinnerung / Furniture moves memory. Wien: Verein für Volkskunde 2016.

 

Birgit Johler, Magdalena Puchberger: Wer nutzt Volkskunde? Perspektiven auf Volkskunde, Museum und Stadt am Beispiel des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien. In: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde LXX/119, 2016, S. 183–219. 

Folk Life Museum

Paulustorgasse 11-13a
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9900
volkskunde@museum-joanneum.at

 

Opening Hours
07. January 2020 to 09. April 2021 closed.


The Folk Life  Museum will be reorganized and will therefore be temporarily closed from 07.01.2020 until 09.04.2021 for renovation work and accessible only as part of events. 

 

24th May 2021

24th/25th December 2021