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City Nature Challenge 2026: Steiermark dank Tausender Naturbegeisterter auf Platz 1

 

Graz, 13.05.2026

 

 

Die City Nature Challenge lädt Menschen weltweit dazu ein, die biologische Vielfalt ihrer Region zu entdecken und zu dokumentieren. Ziel des internationalen Wettbewerbs ist es, innerhalb weniger Tage möglichst viele wild lebende Tier-, Pflanzen- und Pilzarten zu erfassen und zu teilen. Die Steiermark zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Regionen weltweit: Im Vorjahr konnte man sich über den hervorragenden zweiten Platz freuen. Nun wurden die diesjährigen Ergebnisse bekanntgegeben. Das Resultat: 2026 darf sich die Steiermark erstmals über den 1. Platz weltweit freuen. Maßgeblich beteiligt daran sind Biolog*innen des Universalmuseums Joanneum und der Karl-Franzens-Universität Graz.

 

Das Ziel der weltweit ausgetragenen City Nature Challenge: in 4 Tagen möglichst viele wild lebende Arten in einer Stadt oder einem im Vorfeld definierten Gebiet fotografisch oder akustisch zu erfassen und auf die von der Wissenschaft meistgenutzte Meldeplattform iNaturalist oder über die gleichnamige App hochzuladen.
In diesem Jahr war der Beobachtungszeitraum von 24. bis 27. April vorgegeben, die Hochlade- und Bestimmungsphase fand anschließend von 28. April bis 10. Mai statt. Die Beobachtungen werden von einer weltweiten Community sowie KI-gestützt bestimmt und wissenschaftlich nutzbar gemacht.
 

Lichtfallen mit UV-Lampen sind wichtige Hilfsmittel, die nachtaktive Insekten anlocken und deren Bestimmung ermöglichen, Foto: Tobias Gratzer

Die Steiermark nimmt seit 2020 an diesem internationalen Wettbewerb teil und nach Topplatzierungen in den Vorjahren geht 2026 erstmals der 1. Platz in einer von drei Kategorien (erfasste Arten) an die Steiermark. In den vier Tagen der City Nature Challenge konnten rekordverdächtige 4660 Arten im Bundesland beobachtet und dokumentiert werden. Weltweit nahmen 769 Gebiete teil, der Steiermark gelang der Sieg vor San Antonio, Dallas und Hongkong.
Weltweit wurden bei der City Nature Challenge rund 110.000 Teilnehmer*innen gezählt, darunter rund 1.700 aus Österreich, davon rund 760 aus der Steiermark.

 

„Der beachtliche Sieg ist nur dank der hervorragenden Zusammenarbeit von Expert*innen und vielen naturbegeisterten Personen in der Umgebung möglich“, schildert Martina Pöltl vom Studienzentrum Naturkunde des Universalmuseums Joanneum. Neben Mitarbeiter*innen des Studienzentrums Naturkunde und der Universität Graz haben vor allem Studierende, engagierte Mitarbeiter*innen der Berg- und Naturwacht sowie zahlreiche Schüler*innen zum Erfolg beigetragen: Insgesamt haben sich dank Bernd Wieser (Blaurackenverein) 13 steirische Schulen und 295 Schüler*innen aktiv eingebracht und mehr als 6.600 Beobachtungen beigesteuert.

 

 

Konnte im Rahmen der City Nature Challenge 2026 erstmals in Österreich nachgewiesen werden: der Ameisenlöwe "Neuroleon microstenus", Foto: Gernot Kunz

„Die City Nature Challenge ist die einzige Veranstaltung, bei der Wissenschaftler, Naturschützer, Naturinteressierte, Landwirte, Jäger und Fischer gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Artenvielfalt in der Steiermark gemeinsam zu erheben“, so Gernot Kunz vom Institut für Zoologie der Universität Graz. Unter den Beobachtungen sind auch bemerkenswerte Neufunde dabei. Erstmals für ganz Österreich konnte der Ameisenlöwe (Neuroleon microstenus) nachgewiesen werden. Erstnachweis für die Steiermark ist zum Beispiel Rions Wasserhahnfuß (Ranunculus rionii). Ebenfalls erfreulich sind Wiederfunde, etwa die Trollzirpe (Colladonus torneellus), die zuletzt 1961 in der Steiermark veröffentlicht wurde.

 

 

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City Nature Challenge 2026
Die aktuellen Zahlen der City Nature Challenge 2026 finden Sie hier: RESULTS
Weitere Informationen finden Sie hier: City Nature Challenge

 

 

Naturkundemuseum und Studienzentrum 
Botanik & Mykologie, Geologie & Paläontologie, Mineralogie und Zoologie
www.naturkunde.at 

 

 

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Wir freuen uns auf Ihre Berichterstattung und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung!

 

 

Mit herzlichen Grüßen

 

 

Daniela Teuschler
+43/664/8017-9214, daniela.teuschler@museum-joanneum.at

Stephanie Liebmann
+43/664/8017-9213, stephanie.liebmann@museum-joanneum.at

Eva Sappl
+43/699/1780-9002, eva.sappl@museum-joanneum.at