3. Januar 2014 / Christoph Pelzl

Zahlen, Daten, Fakten und viele, viele Fotos zu den Highlights 2013

Kunst- & Naturvermittlung

Eigentlich ist es ja schon zu spät dafür. Die Newsfeeds und verschiedensten Social-Media-Timelines waren in den letzten Tagen schon voll mit Höhepunkten des vergangenen Jahres. Um 2013 aber auch hier im Blog abzuschließen, präsentieren wir dennoch eine Auswahl unserer Höhepunkte (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

– Mit rund 400.000,00 EUR (ohne Spenden) verzeichneten wir 2013 die höchsten Sponsoring-Einnahmen in der Geschichte des Joanneums.

– Unser Leiter des Referats Restaurierung, Paul-Bernhard Eipper, jst seit April 2013 Präsident des IIC-Österreich (International Institute for Conservation of Historic and Artistic Works).

 

Paul-Bernhard Eipper, Foto: UMJ / J. J. Kucek

Paul-Bernhard Eipper,
Foto: UMJ / J. J. Kucek

– 19.000 Schülerinnen und Schüler (Graz und Graz Umgebung) konnte man 2013 mit der „Schulkarte“ näher ans Joanneum heranführen (das sind in etwa 76 Schulen). Rund 70.000 Schülerinnen und Schüler nahmen die Angebote in Anspruch.

– Seit Oktober ist das Universalmuseum Joanneum auch offiziell der „Charta des Zusammenlebens in Vielfalt in der Steiermark“ beigetreten.

Direktor Wolfgang Muchitsch und LR Bettina Vollath; Foto: c_Frankl

Direktor Wolfgang Muchitsch und LR Bettina Vollath;
Foto: c_Frankl

Joanneumsviertel

– Beim renommierten „Mies-van-der-Rohe-Award“ der Europäischen Kommission, der die fortschrittlichsten Bauwerke Europas prämiert, schaffte es das Grazer Joanneumsviertel als einziger österreichischer Beitrag auf die Shortlist.

 

Im Joanneumsviertel gab es auch eine Ausstellung zum Mies-van-der-Rohe-Award zu sehen; Foto: UMJ / N. Lackner

Im Joanneumsviertel gab es auch eine Ausstellung zum Mies-van-der-Rohe-Award zu sehen;
Foto: UMJ / N. Lackner

Kunsthaus Graz

– Emporis, das Online-Protal für Gebäude und Architektur wählte das Kunsthaus Graz unter die 15 spektakulärsten Museen der Welt.

– Von 22. September bis 03. Oktober feierten wir bei freiem Eintritt 10 Jahre Kunsthaus Graz. 13.633 Besucherinnen und Besucher feierten mit. Siehe auch Blogbeiträge Was macht eine kuratorische Assistentin?, Wozu Museums-Marketing?, Kunstvermittlung ist keine Telefonauskunft, Was ist Restaurierung?, IT-Hilfe für den Friendly Alien, Bitte nicht berühren – Alltag in der Museumsaufsicht und Die Kunst, Kunst zu organisieren.

Was es 2013 im Kunsthaus Graz zu sehen gab:

Cittadellarte. Teilen und verändern (29.09.2012-20.01.2013)

medien.kunst.sammeln. Perspektiven einer Sammlung (16.06.2012-02.06.2013)

Berlinde De Bruyckere. Leibhaftig (15.02.-12.05.2013)

Josef Dabernig. Panorama (01.03.-28.04.2013)

Heimo Zobernig (07.06.-01.09.2013),

Kultur:Stadt. Kulturbauten von Bilbao bis Zeche Zollverein (28.06.-20.10.2013)

Romuald Hazoumè. Beninische Solidarität mit gefährdeten Westlern (21.09.2013-12.01.2014)

Mehr dazu auch im Blogbeitrag von Krachbumm: Neujahrsvorsätze für gefährdete Westler

Förderungspreis des Landes Steiermark für zeitgenössische bildende Kunst 2013 (08.11.2013-09.02.2014)

Landeszeughaus

– Die Kanonenhalle des Landeszeughauses erfuhr eine Neugestaltung. Seither ist sie nicht nur der Eingangsbereich in die größte erhaltene Waffenkammer der Welt, sondern beheimatet auch das Informationszentrum von Graz Tourismus. Besonders erfreulich: Auch auf die seit Jahrzehnten gewünschte Liftanlage vergaß man nicht. Endlich ist auch der barrierefreie Besuch der Obergeschosse möglich.

 

Foto: UMJ / N. Lackner

Foto: UMJ / N. Lackner

– Das mit der Neugestaltung beauftragte Architekturbüro INNOCAD gewann im Rahmen des internationalen Architektur- und Designpreises LEAF INTERIOR DESIGN AWARDS den Preis in der Kategorie „Public Building of the Year“. Darüber hinaus zeichnete die Jury das Projekt auch mit dem „Overall Award“ aus!

 

Die neugestaltete Kanonenhalle; Foto: UMJ / N. Lackner

Die neugestaltete Kanonenhalle;
Foto: UMJ / N. Lackner

Naturkundemuseum

– Die Neueröffnung des Naturkundemuseums im Joanneumsviertel am 15.03.2013 bildete den markanten Abschluss der Sanierungs- und Neuaufstellungswelle des Universalmuseums Joanneum und war sicher einer der Höhepunkte im vergangenen Jahr. Rund 55.000 Besucherinnen und Besucher zählte man bisher in der Raubergasse.

– Erfreulich auch die Rückmeldungen: Nicht nur die Dauerausstellung, auch die beiden ersten Sonderausstellungen sorgen für ein spannendes Kulturerlebnis.

Matheliebe (05.09.2013-29.06.2014)

Pilze. Netzwerker der Natur (29.05.2013-26.10.2014).

Neue Galerie Graz

– Maria Lassnig, die heuer bei der Biennale in Venedig den Goldenen Löwen für Ihr Lebenswerk erhalten hatte und 2012 mit der international viel beachteten Ausstellung Der Ort der Bilder in der Neuen Galerie Graz zu sehen war, schenkte dem Joanneum fünf ihrer Bilder: Dabei handelt es sich um die beiden Frühwerke Ungeteilte Form (1952/53) und Körperteilung (1960) sowie um die drei Werke Be-Ziehungen III (1993), Be-Ziehungen V (1994) und 3 x Malfluss (1996). Darüber hinaus übernahmen einige international renommierte Ausstellungshäuser die von Günther Holler-Schuster kuratierte Ausstellung: Das Museum Dhondt-Dhaenens in Deurle (Gent, Belgien), die Halle für Aktuelle Kunst der Deichtorhallen (Hamburg, Deutschland) und das MoMA PS1, Long Island City, (New York, USA).

 

Maria Lassnig anlässlich der Eröffnung ihrer Ausstellung "Der Ort der Bilder" in der Neuen Galerie Graz, 2012; Foto: UMJ / N. Lackner

Maria Lassnig anlässlich der Eröffnung ihrer Ausstellung “Der Ort der Bilder” in der Neuen Galerie Graz, 2012;
Foto: UMJ / N. Lackner

– Ein weiteres Mal wurde die Neue Galerie Graz 2013 beschenkt: Das Land Steiermark kaufte insgesamt 61 Werke des Grazer Medienkünstlers Richard Kriesche für die Sammlung der Neuen Galerie Graz an.

 

Richard Kriesche in seiner Ausstellung "Capital & Code" im Kunsthaus Graz, 2008; Foto: UMJ / N. Lackner

Richard Kriesche in seiner Ausstellung “Capital & Code” im Kunsthaus Graz, 2008;
Foto: UMJ / N. Lackner

Günter Brus, dem die Neue Galerie Graz mit dem so genannten BRUSEUM ein eigenes Museum innerhalb des Hauses schaffte, feierte im September seinen 75. Geburtstag.

 

Günter Brus in der Ausstellung "Ausflüge auf die Bühne" im BRUSEUM, 2013; Foto: UMJ / N. Lackner

Günter Brus in der Ausstellung “Ausflüge auf die Bühne” im BRUSEUM, 2013;
Foto: UMJ / N. Lackner

Was es 2013 in der Neuen Galerie Graz und im BRUSEUM zu sehen gab:
Die Gärten in der Exosphäre. Dichtungen und Bild-Dichtungen von Günter Brus (06.10.2012-03.02.2013)

Maria Lassnig. Der Ort der Bilder (17.11.2012-28.04.2013)


Josef Dabernig. Panorama (01.03.-28.04.2013)

Ausflüge auf die Bühne. Arbeiten fürs Theater von Günter Brus (08.03.-25.08.2013)

Wilhelm Thöny. Im Sog der Moderne (24.05.2013-06.01.2014)

Im Gegenlicht. Günter Brus und Franz Graf (19.09.2013-09.02.2014)

Volkskundemuseum

– Das Grazer Volkskundemuseum hatte auch Grund zu feiern. Zum einen sein 100-Jahr-Jubiläum, zum anderen den 10. Geburtstag seiner neugestalteten Dauerausstellung. Siehe auch Blogbeitrag Volkskunde ist nicht verstaubt.

 

Symposium "Sammeln in der Gegenwart - Gestalten für die Zukunft" im Heimatsaal anlässlich des 100. Geburtstages des Volkskundemuseums; Foto: UMJ

Symposium “Sammeln in der Gegenwart – Gestalten für die Zukunft” im Heimatsaal anlässlich des 100. Geburtstages des Volkskundemuseums;
Foto: UMJ

– Mit dem Ausrichten von love(d), dem ehemaligen Mädchenflohmarkt und der daran gekoppelten Finissage der Sonderausstellung Dirndl, Jeans und Seidenstrumpf verabschiedeten sich die Kolleginnen und Kollegen des Volkskundemuseums in die wohlverdiente Winterpause.

– Im August 2013 brachte der transcript-Verlag Eva Kreissls viel beachtetes Buch “Kulturtechnik Aberglaube” auf dem Markt. Seither ist die Kuratorin des Volkskundemuseums noch häufiger gern gesehener Gast und Interviewpartner in so manchen Wissenschaftsmagazinen. Das Buch liefert auch einen Vorgeschmack auf die kommende Sonderausstellung Aberglauben – Aberwissen.

Österreichischer Skulpturenpark

– Auch in Unterpremstätten feierte man Geburtstag. Der Österreichische Skulpturenpark feierte sein 10-jähriges Jubiläum. Mittlerweile ist die Anzahl der Skulpturen auf über 60 angestiegen und der vormalige Geheimtipp wird immer mehr zum beliebten Ausflugsziel für Grazerinnen und Grazer.

 

© Gery Wolf

© Gery Wolf

Jagdmuseums Schloss Stainz

– Der Museumsverein Stainz feierte 2013 sein 30-jähriges Bestehen.

– Im Rahmen eines viel beachteten Symposiums diskutierten Fachleute im November über die Jagd im 21. Jahrhundert und die Wechselbeziehung zwischen Natur, Mensch und Kultur.

 

v.l.n.r.: Herr Hofrat Dr. Helmut-Theobald Müller (Bezirkshauptmann von Deutschlandsberg), Dr. Muchitsch, Dr. Fiala Köck (Tierschutzombudsfrau), Werner Beutelmeyer (market Institut), Dr. Miroslav Vodnansky (Veterinärmediziner, Wildbiologe), Heiko Hornung (Chefredakteur Wild & Hund), Franz Meran (Präsident Steirischer Jagdschutzverein), Mag. Karlheinz Wirnsberger (Leiter Abteilung Schloss Stainz)

v.l.n.r.: Herr Hofrat Dr. Helmut-Theobald Müller (Bezirkshauptmann von Deutschlandsberg), Dr. Muchitsch, Dr. Fiala Köck (Tierschutzombudsfrau), Werner Beutelmeyer (market Institut), Dr. Miroslav Vodnansky (Veterinärmediziner, Wildbiologe), Heiko Hornung (Chefredakteur Wild & Hund), Franz Meran (Präsident Steirischer Jagdschutzverein), Mag. Karlheinz Wirnsberger (Leiter Abteilung Schloss Stainz)

Weitere Sonderausstellungen und erwähnenswerte Projekte:

Alte Galerie:
Linie, Licht und Schatten. Meisterzeichnungen des Barock (01.05.-28.07.2013)

Multimediale Sammlungen:
Fremde im Visier. Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg (20.10.2012-01.09.2013)

Museum im Palais:
Warenhaus im Museum. Museum im Warenhaus (15.05.-03.11.2013)

Ihr Auftritt. Schuhe mit Geschichten (12.04.2013–12.01.2014)

Schloss Trautenfels:
Schlösser im Schloss. Vom Fallriegel zum Mikrochip (23.03.-31.10.2013)

Archäologiemuseum:
Anlässlich der Rückkehr des Strettweger Kultwagens lud das Archäologiemuseum zu Saisonbeginn zu einem Tag der offenen Tür. 650 Besucherinnen und Besucher kamen persönlich, um den Strettweger Kultwagen wieder willkommen zu heißen. Der Höhepunkt des Tages war, als Chefrestaurator Klaus Gowald den Nachguss einer Figur aus dem Figurenprogramm des Wagens anfertigte. Anschließend wurde die Replik für 200 € versteigert. Der Erlös kam dem Vinzibus zugute.

 

Klaus Gowald beim anfertigen der Replik; Foto: UMJ

Klaus Gowald beim anfertigen der Replik;
Foto: UMJ

War also wirklich viel los im vergangenen Jahr. Immerhin waren wir auch das erste Mal im “Vollbetrieb“!
Wenn euch etwas fehlt, teilt es uns wir würden uns freuen, wenn ihr uns eure Höhepunkte des Jahres in Zusammenhang mit dem Joanneum schicken könntet (einfach per Mail an presse@museum-joanneum.at, oder hier in der Kommentarfunktion). Aber auch 2014 gibt es ein umfangreiches Ausstellungsprogramm. Eine Vorausschau gibt es im nächsten Blogbeitrag.

Kategorie: Kunst- & Naturvermittlung
Schlagworte: Besucher/innen | Jahresprogramm


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Ein Gedanke zu “Zahlen, Daten, Fakten und viele, viele Fotos zu den Highlights 2013

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