© Astrid Bernhard

15. Oktober 2015 / Valerie-Therese Taus

Vom Leben gezeichnet – mit Koogle gezeichnet!

Kunsthaus Graz

„THE BIG DRAW GRAZ continued“ lud dazu ein, munter drauf los zu zeichnen, während Tusche, Bleistift, Pauspapier, A3-Bögen und Etch A Sketch auf ihren Einsatz warteten. Es ging darum, sich spielerisch mit den verschiedenen Materialien auseinanderzusetzen und zu experimentieren. Auf jeden Fall sollte möglichst offen, frei und lebendig gezeichnet werden. Doch was ist Zeichnen? Was benötige ich dazu? Und ab wann ist Zeichnen „Zeichnen“?

 

In den drei Stunden, die wir mit dem Künstler Gerald Hartwig verbracht haben, erhielten wir wertvolle Tipps rund um verschiedene Zeichentechniken. Nach einer ersten Experimentierrunde entstand plötzlich aus der einfachen Frage „Wie sehen die Beine einer Ameise aus?“ ein kreatives Spiel: Gerald nannte ein Tier und dieses sollte mit einem fortlaufenden Strich, also ohne den Stift abzusetzen, gezeichnet werden. Sogleich entstanden Ameisen, Papageien, Fledermäuse und vieles mehr. Es war fast wie eine Sucht, jeder wollte das nächste Tier zeichnen, das sich Gerald einfallen ließ. Dabei ging es vor allem um die Freude, den Zeichenstift tanzen zu lassen. In diesem Zusammenhang gab Gerald Hartwig auch einen entscheidenden Tipp: „Wenn man weiß, wie das zu Zeichnende aussieht, kann man alles zeichnen.“

 

 

Auch an das große Thema Porträt wagten wir uns heran, und zwar auf eine etwas andere und sehr unkomplizierte Art, so wie man es von Koogle eben kennt. 😉
Und schon ging es los: „Zeichne das Porträt deines Gegenübers – und zwar in 10 Sekunden! Habt ihr das schon einmal ausprobiert? Wenn nicht, ist es definitiv Zeit dafür. Einige hatten gerade begonnen, die äußeren Konturen auf dem Blatt zu verewigen oder ein Auge zu zeichnen, schon war die Zeit um. Natürlich entwickelten wir ziemlichen Ehrgeiz und wollten die Porträts in 10 Sekunden perfekt beenden. Die Ergebnisse können sich sehen wirklich lassen!

 

 

 

Für Gerald Hartwig ist es sehr wichtig, dass im Zeichnen das Spielerische in uns (immer) wieder geweckt wird. Es war wirklich eine tolle Koogle-Truppe, die sich intensiv aufs Zeichnen eingelassen hat. Wir alle konnten schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Zeichnen ist eben nicht „nur“ Zeichnen! Zeichen macht Spaß, es weckt die Lebensfreude, bringt uns gemeinsam zum Lachen, zum neugierigen Hinterfragen und zum Experimentieren – und es lädt dazu ein, die Welt einmal anders und vor allem „gezeichnet“ zu sehen!

 

Wir freuen uns jetzt aber schon auf den nächsten Termin, wo wir mit „Das Voyeur“ einen Einblick in das Handwerk des Siebdruckens gewinnen.

 

Text: Nici Vogrinz

Kategorie: Kunsthaus Graz
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