7. Juli 2015 / Renate Buchgraber

Erntezeit – Honigzeit! Der Friendly Honey ist geerntet.

Kunsthaus Graz

Die Bienen auf der Kunsthaus-Terrasse haben seit Anfang April sehr fleißig Honig von Lindenblüte, Kastanie & Co eingetragen. Eine Analyse des Honigs wird noch zeigen, von welchen Blüten die Kunsthaus-Bienen am meisten angezogen wurden.

 

Vor den Augen von Künstlerin Sarah Bildstein und Elisabeth Schlögl macht sich Imker Maximilian Marek an die Arbeit; Foto: N. Lackner

Vor den Augen von Künstlerin Sarah Bildstein und Elisabeth Schlögl macht sich Imker Maximilian Marek an die Arbeit; Foto: N. Lackner

 

Nachdem die Ernte abgeschlossen ist,  geht nun der Imker ans Werk: Maximilian Marek öffnet den Bienenstock, holt die gut gefüllten Waben heraus und entfernt verbleibende Bienen mit einem Werkzeug von der Wabe. Zwei Kästen mit insgesamt 19 honigschweren Waben bringt er ins Imkerzentrum in Andritz, um dort den Friendly Honey zu schleudern. Als Zaungäste sind wir die ersten, die den frischen, unverarbeiteten Honig kosten dürfen.

 

Der Honig wird abtransportiert; Foto: N. Lackner

Der Honig wird abtransportiert; Foto: N. Lackner

 

Im Imkerzentrum angekommen, nimmt der Imker eine Wabe nach der anderen aus dem Stock. Ein herrlicher Duft von Kastanie und Lindenblüte strömt uns dabei entgegen. Zuerst befreit er die Waben mit einer Entdeckelungsgabel vom Wachs. Die Waben sind hellgelb (diese wurden ausschließlich für die Honigproduktion verwendet) oder dunkelgelb (sie wurden zunächst für die Brut verwendet und nach einer Reinigung für den Honig). Langsam tropft nun der Honig aus den offenen Waben in die Entdeckelungswanne. Wir kosten das mit Honig gefüllte Wabenwachs, das auch Propolis enthält. Der helle Honig schmeckt frisch und hat eine feine Lindenblüten-Note.

 

Die Waben werden vom Wachs befreit. Foto: N. Lackner

Die Waben werden vom Wachs befreit. Foto: N. Lackner

 

Vier Waben werden nun in die Honigschleuder eingehängt und abwechselnd nach rechts und links ausgeschleudert. Dies ist notwendig, damit die Wabe nicht bricht. Ein herrlicher Duft nach Bienenwachs hüllt uns dabei ein. Mit jedem Bearbeitungsvorgang verliert der Honig Aromastoffe, erklärt uns der Imker. Deswegen wird er so rasch wie möglich abgefüllt, dicht verschlossen und kühl gelagert. Beim Schleudern sammelt sich der Blütenhonig am Boden der Honigschleuder und fließt goldgelb aus dem Honigauslass durch ein Sieb in einen Eimer. Insgesamt haben wir über 30 Kilo Honig gewonnen, „ein echtes Lebensmittel“, betont der Imker.

 

Die Waben werden in die Honigschleuder eingehängt; Foto: N. Lackner

Die Waben werden in die Honigschleuder eingehängt; Foto: N. Lackner

 

Der Bienenhonig wird nun eine Woche bei Raumtemperatur stehen gelassen. Darin schwebende Wachs- und Schmutzteilchen steigen nach oben und werden großzügig abgeschöpft – der Honig reinigt sich sozusagen von selbst.

 

Mmmmh, Lecker! Foto: N. Lackner

Mmmmh, Lecker! Foto: N. Lackner

 

Abschließend wird die goldgelbe Süßigkeit mit einem Rührstab zu Cremehonig verarbeitet und in 140-Gramm-Gläser abgefüllt, in denen der Friendly Honey vom Dach des Friendly Alien auf seine Verkostung wartet!

Kategorie: Kunsthaus Graz
Schlagworte: Bienen | Open House


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