Eine für die Expo 2025 entwickelte interaktive Reproduktion des Osaka-Paravents macht das einzigartige Kunstwerk für Besucher*innen in Eggenberg auf völlig neue Weise erlebbar

Eine für die Expo 2025 entwickelte interaktive Reproduktion des Osaka-Paravents macht das einzigartige Kunstwerk für Besucher*innen in Eggenberg auf völlig neue Weise erlebbar

 

Graz/Eggenberg, 15.09.2026

 

Vor rund 400 Jahren entstand in Japan der heute als „Osaka zu byōbu“ bekannte Paravent – eines der bedeutendsten erhaltenen Zeugnisse des Goldenen Zeitalters der japanischen Handelsmetropole Osaka. Das außergewöhnliche Kunstwerk zeigt das wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben Osakas zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Jahrhunderte später gelangte es nach Europa und wurde in den Sammlungen von Schloss Eggenberg des Universalmuseums Joanneum bewahrt. Erst vor wenigen Jahren wurde seine außergewöhnliche kulturhistorische Bedeutung wiederentdeckt. Eine für die Expo 2025 entwickelte interaktive Reproduktion des Osaka-Paravents wurde gestern, am 14.09.2026, von Regierungskommissärin Ursula Plassnik den Verantwortlichen in Schloss Eggenberg übergeben.

 

Die originalgetreue Reproduktion kann von Besucher*innen nun mittels AR-Applikation interaktiv entdeckt werden. Bei der Übergabe v.l.: Josef Schrammel (kaufmännischer Direktor Universalmuseum Joanneum), Barbara Heidinger (BMWET), Alf Netek (WKO), Gerald Reischl (AT&S), Gudrun Henn (BMWET), Marko Mele (wissenschaftlicher Direktor Universalmuseum Joanneum), Karl Hartleb (ICS) hinten; Regierungskommissärin Ursula Plassnik, Paul Schuster (Leiter von Schloss Eggenberg), Sergiu Ardelean (Artivive), v.l. vorne, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek 

Im Rahmen der Expo 2025 in Osaka kehrte der Paravent als originalgetreue Reproduktion symbolisch an seinen Entstehungsort zurück. In der Austria Lounge des österreichischen Pavillons verband sich dieses bedeutende Kulturerbe mit österreichischer Innovation. Die vom Wiener Unternehmen Artivive entwickelte Augmented-Reality-Anwendung ließ ausgewählte Szenen des Paravents mittels Smartphone oder Tablet lebendig werden. Animationen, Hintergrundinformationen und digitale Inhalte eröffneten den Besucher*innen einen völlig neuen Zugang zu den zahlreichen Details des Kunstwerks und verbanden historische Kultur mit zeitgemäßem Storytelling. Diese Innovation bleibt nun dauerhaft erhalten: Regierungskommissärin Ursula Plassnik übergab die AR-Anwendung mit Unterstützung von AT&S und Artivive an Schloss Eggenberg.

 

„Eine Weltausstellung endet nach sechs Monaten – aber ihre Ideen wirken weiter. Der Osaka-Paravent ist dafür ein starkes Symbol: vor 400 Jahren in Japan entstanden, in Österreich bewahrt, 2025 auf der Expo an seinen Ursprungsort zurückgekehrt und nun dank österreichischer Innovation dauerhaft in Schloss Eggenberg erlebbar. Auch so geht heute Wertschöpfung mit einzigartigem, klassischem Kulturgut. Und so wird konsequente Nachnutzung zu einem Gewinn für Kultur und Gesellschaft“, so Regierungskommissärin Ursula Plassnik.

Das Original des „Osaka zu byōbu“ Paravent in den Prunkräumen von Schloss Eggenberg zeigt das wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben Osakas zu Beginn des 17. Jahrhunderts, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek

Besucher*innen können den Osaka-Paravent künftig nicht nur im Original in einem der Prunkräume des Schlosses betrachten, sondern ergänzend dazu auch interaktiv entdecken. Die Anwendung erschließt verborgene Details, erklärt historische Zusammenhänge und erweitert die wissenschaftliche Vermittlung um eine zeitgemäße digitale Ebene.

 

Paul Schuster, Leiter von Schloss Eggenberg: „Der Osaka-Paravent in Eggenberg zählt zu den wertvollsten Objekten in den Sammlungen des Universalmuseums Joanneum. Er ist der älteste in situ erhaltene japanische Stellschirm in Europa. Während das Original weiterhin in den Prunkräumen für Faszination sorgt, birgt die Reproduktion in Kombination mit der entwickelten Anwendung neue Zugänge für das Besuchserlebnis unserer Gäste, um in dieses faszinierende Kunstwerk einzutauchen.“  

 

Die Übergabe unterstreicht den nachhaltigen Anspruch der österreichischen Beteiligung an der Expo 2025 in Osaka. Exponate, Innovationen und Ideen wirken über die Weltausstellung hinaus weiter und schaffen langfristigen Mehrwert für Kultur, Bildung und internationale Zusammenarbeit.

 

Kunstwerke werden in einer neuen Dimension erlebbar gemacht

Artivive ist eine AR-Plattform, mit der Kreative ihre Werke in nur wenigen einfachen Schritten zum Leben erwecken können – wie Canva für Augmented Reality. Von bildender Kunst über Druckwerke und Ausstellungen bis hin zu Installationen und Street Art macht es Artivive einfach, interaktive Erlebnisse zu erstellen, zu teilen und zu skalieren. Mehr als 700.000 Kreative, Institutionen und Museen weltweit – darunter Universitäten und Kultureinrichtungen – vertrauen bereits auf Artivive, um Kunstwerke und kreative Projekte in einer neuen Dimension erlebbar zu machen. Sergiu Ardelean, CEO und Co-founder von Artivive: „Artivives Augmented-Reality-Technologie macht Geschichten sichtbar, ohne das Original zu verändern. Der Osaka-Paravent verdeutlicht, wie digitale Technologien historische Kunstwerke um eine zusätzliche Erzählebene erweitern können und Besucher*innen dazu einladen, tiefer in ihre Geschichte einzutauchen.“ 

 

Technische Unterstützung gibt es von AT&S, einem globales Technologieunternehmen und führenden Anbieter von hochwertigen IC-Substraten und Leiterplatten. Das Unternehmen entwickelt und produziert innovative Lösungen für digitale Schlüsselindustrien: KI-Infrastruktur, High-Performance-Computing, mobile Endgeräte, Automobil, Luft- und Raumfahrt, Industrie und Medizintechnik. Gerald Reischl, Sprecher von AT&S: „Wenn Kultur auf künstliche Intelligenz trifft, entstehen neue Formen des Erlebens. Als AT&S sind wir Teil dieses Projekts, weil unsere Technologien die Basis für High Performance Computing und digitale Innovationen bilden. So schlagen wir Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft und machen Geschichte interaktiv erlebbar.“

Eine AR-Anwendung lässt die Geschichten rund um das Kunstwerk lebendig werden und eröffnet Besucher*innen einen interaktiven Zugang. Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek

Österreich bei der Expo 2025

Die Weltausstellung „Expo 2025 Osaka, Kansai, Japan“ fand von 13. April bis 13. Oktober 2025 zum Generalthema „Designing Future Society for Our Lives“ statt. Über 1,2 Mio. Menschen besuchten den Österreich-Pavillon mit dem Motto „Composing the Future“. Der österreichische Beitrag verstand sich als Plattform des Dialogs und präsentierte die Vielfalt und Leistungsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft. Die Abwicklung und Finanzierung erfolgte in Zusammenarbeit von Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus und der Wirtschaftskammer Österreich.

 

 

Bildmaterial zum Download, sowie die Animationen finden Sie HIER

 

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Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung und freuen uns über Ihre Berichterstattung:

 

Kontakt / Rückfragen zu Schloss Eggenberg und Kunstwerk:
Daniela Teuschler, MA
+43-664/8017-9214, daniela.teuschler@museum-joanneum.at

 

Kontakt / Rückfragen Expo-Büro der WKÖ
Hon.-Prof. (FH) Mag. (FH) Alf Netek, M.A. 
T +43-5 90 900-3111, netek@expoaustria.at 

 

 

Mehr Informationen unter: www.expoaustria.at; www.artivive.com; www.ats.net; www.museum-joanneum.at