Göttermahl

Frans Floris

Foto: UMJ/N. Lackner

Frans Floris (um 1520–1570)

Göttermahl

Öl auf Holz

Inv.-Nr.: 57

Glück und Unglück – Götter sind auch nur Menschen

 

Die Welt der klassischen Mythologie ist keine heile Welt. Unter den Göttern herrscht zuweilen erbitterte Feindschaft. Die Unsterblichen sind vieles, nur eines nicht: unfehlbar. Eifersucht und Wollust kennen sie ebenso wie Güte und Gnade. Es sind in Wahrheit irdische, nicht überirdische Eigenschaften, die das tägliche Wollen und Handeln der Götter bestimmen. Dem Künstler sind sie willkommene Darsteller für eine gelehrte Allegorie. Beschworen wird das antike Ideal des Goldenen Zeitalters, der Aetas aurea, eine Zeit unbeschwerten Friedens und mühelosen Lebensgenusses.

 

Die Unsterblichen vergnügen sich bei einem rauschenden Fest. Selbst Mars und Hercules haben ihre Waffen abgelegt, Saturn lässt seine todbringende Sense ruhen. Nur in Friedenszeiten können Künste und Handel blühen. Apoll, Gott der Künste, begleitet das Fest auf der Leier, Merkur, Schützer des Handels, spielt die Flöte dazu. Aber auch das schönste Fest ist bedroht, wie hier von Harpyien, geflügelten hässlichen Wesen, die alles mit ihrem Kot beschmutzen. So steht auch hier die Mahnung im Hintergrund, dass selbst der glücklichste Augenblick nur von kurzer Dauer ist.

Alte Galerie, Schloss Eggenberg

Eggenberger Allee 90
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1. November bis 18. Dezember 2022 nur mit Führung nach Voranmeldung

 

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