Triumph des Todes

Jan Brueghel d. Ä.

Foto: UMJ/N. Lackner

Jan Brueghel d. Ä. (1568–1625)

Triumph des Todes, dat. 1597

Öl auf Leinwand

Inv.-Nr.: 58

Triumph des Todes

 

Die Allgegenwart des Todes in Zeiten der Not ist eine Grunderfahrung der Epoche. Das Buch der Geheimen Offenbarung beschwört die Endzeit und das göttliche Strafgericht. Die Stunde des Gerichts hat geschlagen, von seinem fahlen Ross mäht der Tod mit der Sense seine entsetzten Opfer nieder. Kein Stand wird geschont, weder Kaiser noch Kardinal, weder Ritter noch Bauer, sie alle werden vom Tod überrascht.

 

Schonungslos führt Brueghel die Allmacht des Todes vor Augen, dessen Heerscharen eine gepeinigte Menschheit in die Falle treiben. Darauf verweisen der Totenkarren und die brennende, von Dämonen bevölkerte Höllenstadt im Zentrum des Bildes. Historischer Hintergrund des Gemäldes ist ein Glaubenskonflikt: Spaniens mit äußerster Brutalität geführter Kampf gegen die nach religiöser Freiheit strebenden Niederlande. Der Streit mündet in endlose Heimsuchung und Verwüstung. Es gibt kein Zeichen der Hoffnung und Erlösung in diesem Gemälde, allein der Tod ist Sieger.

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26. Oktober