Erzherzogin Maria stiftet das Klarissenkloster in Graz

Giovanni Pietro de Pomis

Foto: UMJ/N. Lackner

Giovanni Pietro de Pomis (1569–1633)

Erzherzogin Maria stiftet das Klarissenkloster in Graz

Öl auf Leinwand

Inv.-Nr.: 1175

Erzherzogin Maria stiftet das Klarissenkloster in Graz

 

Das rundbogige Gemälde stammt ursprünglich von einem Seitenaltar der Klosterkirche der Klarissen in Graz. Es war Teil einer gewaltigen Propagandaschlacht, in der auch Künstler im Auftrag des innerösterreichischen Hofes katholische Glaubensinhalte im ganzen Land verbreiten helfen sollten.

Die Hl. Klara als Patronin der Klarissen erscheint in der Oberzone des Gemäldes direkt neben dem Jesusknaben. Die Legende lobt im Besonderen Klaras Mut und Gottvertrauen. Allein, nur mit der emporgehaltenen Monstranz, soll sie ein feindliches Heer vertrieben haben. Auch in diesem Bild zeigt sie die Monstranz mit der Hostie, um die evangelischen Gegner als neue Glaubensfeinde abzuwehren. Daneben verweist diese Präsentation der Hostie neben dem Christuskind auch auf eine wesentliche katholische Glaubenslehre, nämlich die sog. Realpräsenz, die tatsächliche nicht nur symbolische Anwesenheit Christi in Wein und Brot während der Wandlung, die von den Protestanten geleugnet wurde. Die Stifterin des Klosters, Erzherzogin Maria, erscheint selbst im Bild. In dunkler Witwentracht präsentiert sie, gestützt vom Hl. Franziskus, ein Modell ihrer Stiftung.

 

Erzherzog Ferdinand (ab 1619 Kaiser Ferdinand II.) ging mit drastischen Maßnahmen gegen die Protestanten in Graz vor, das in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts großteils evangelisch geworden war. Als wichtige Kaderschmiede diente den Evangelischen ihre Schule, die im Spital „Zu den Allerheiligen im Paradeis“ an der linken Murseite eingerichtet wurde. 1599 ließ Ferdinand diese Schule schließen und schon im folgenden Jahr bot es seine Mutter, Maria von Bayern, den Klarissen ihrer Heimatstadt München als neues Klostergebäude an. Maria blieb dem Kloster zeitlebens verbunden und wurde später als Tertiarin des Ordens hier auch beigesetzt.

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