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Graz, 21.11.2023

 

Vor zwanzig Jahren hat der Schloßberg mit Markus Wilflings Uhrturmschatten eine Skulptur erhalten, die das Grazer Wahrzeichen in einen mehrdeutigen Kontext gesetzt hat. Christian F. Schiller brachte bereits damals diesen Schatten zum Erklingen. Gemeinsam mit dem Grazer Kollektiv Ach&Krach und dem Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark lässt er die Skulptur am Standort in Seiersberg nun erneut akustisch erstrahlen. 

Am kommenden Sonntag gibt es noch einmal die Möglichkeit, das Uhrturmschattenkonzert zu erleben. V. l.: Sebastian Schröck (Ach&Krach), Elisabeth Fiedler (Leiterin Kunst im öffentlichen Raum Steiermark), Arne Glöckner (Ach&Krach), Christian F. Schiller (Komponist), Markus Wilfling (Künstler), Foto: Universalmuseum Joanneum/J. Haselsteiner-Scharner

Als Graz im Jahr 2003 Kulturhauptstadt Europas war, schuf Markus Wilfling mit dem Uhrturmschatten, einem dem Original formgleichen und unverzerrten Pendant in schwarzem Stahl mit Blauanteil, eine der einprägsamsten Skulpturen für die Stadt, die allen, die sie als mehrdeutige Erscheinung des Grazer Wahrzeichens gesehen hatten, bis heute im Bewusstsein ist.

Wilfling, der sich mit dem Denkmalbegriff, der Wahrnehmung und unterschiedlichsten Erscheinungsformen der Welt auseinandersetzt, hatte hier eine abstrakte Verdoppelung, eine Widerspiegelung von differenzierten Werks- und Seinszuständen und gleichzeitig eine Manifestation des nicht Manifestierbaren kreiert. Der Schatten wandert, verzerrt die Größe des Selbst, erscheint symbiotisch mit dem Ursprungskörper, begleitet uns stetig und ohne Original gibt es ihn nicht.

Christian F. Schiller brachte am 29. November 2003 gemeinsam mit Helmut Schäfer diese Skulptur vom Schloßberg aus unter dem Titel Schlagschatten zum Klingen. Seither fristet der Schatten disloziert auf der Kreisverkehrsinsel der Shoppingcity Seiersberg ein separiertes und einsames Dasein.

 

Neue Bespielung des Schattens als Klangerlebnis der besonderen Art
20 Jahre später lässt der Komponist mittels eines neuen Werks, das er in Kooperation mit dem Grazer Kollektiv Ach&Krach (Glöckner, Schröck) erarbeitete, diese Skulptur autonom akustisch erstrahlen. So wird sie nicht nur ihres Daseins als Erinnerungszeichen oder einer reminiszenten Traurigkeit enthoben. Sie erhebt sich von innen heraus aus zeitgenössischer Musik, um in adäquater Wertschätzung und Bespielung neu wahrgenommen und erlebt werden zu können. Zudem ist es „eine einmalige Gelegenheit, den Uhrturmschatten zu betreten“, so Schiller.

Premiere feierte das Konzert beim Uhrturmschatten in Seiersberg bereits vergangenen Sonntag. Für alle Interessierten gibt es kommenden Sonntag, 26.11.2023, noch eine weitere Möglichkeit, Kunst und Klang in ihrer Symbiose zu erleben.

 

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Christian F. Schiller, ∫
Von Christian F. Schiller und dem Kollektiv Ach&Krach: Sebastian Schröck und Arne Glöckner

So., 26.11., 16:30 Uhr
Uhrturmschatten
Maria-Pfeifer-Straße, 8055 Seiersberg

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie HIER.

Ein Shuttlebus wird zur Verfügung gestellt, Abfahrt vom Kunsthaus Graz um 16 Uhr
Tickets: 20 € (inkl. Shuttle) / https://ntry.at/uhrturmschatten
Infos: https://in-dust.org/uhrturmschatten.html

 

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Mit herzlichen Grüßen

 

 

Daniela Teuschler
+43/664/8017-9214, daniela.teuschler@museum-joanneum.at

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