Wendelin Pressl. Luna Park

[Begleitheft anlässlich der Ausstellung „Wendelin Pressl – Luna Park“, Neue Galerie Studio, 5..6..-26.7.2009] / [Hg. Karin Buol-Wischenau] –Graz: Neue Galerie, 2009. [Folder] : zahlr. Ill.

vergriffen/out of print

Die Arbeit von Wendelin Pressl (geb. 1971 in Graz), die er als „Feldforschung“ versteht, umfasst vielerlei Medien. Seine Spurensuche erstreckt sich dabei in vielfältige Bereiche und Richtungen – er reagiert auf Alltagsphänomene, die er auf ungewöhnlich-verspielte Weise infrage oder in andere Kontexte stellt. „Mir gefällt die Idee der Umkreisung, so als würde man um die Welt kreisen, um Ausschau zu halten nach Phänomenen, nach Abläufen, nach Ideen und Fragestellungen – wie ein Satellit vielleicht oder wie ein Weltraumteleskop.“ (Pressl) Seine Ausstellung „Luna Park“ greift in mehreren Bezügen auf diese Thematik der „Umkreisung“ zurück. In „Luna Park“, eine Auseinadersetzung mit Fake, Illusion und Realität, ist alles analog, selbst gebaut. Minimale Eingriffe, wie eine Fotografie um 90° drehen, eine Videokamera in eine Rotation von 360° versetzen, sodass die Welt leicht taumelnd um ein Windrad kreist, oder eine Sternenkarte als Ausschnitt des Universums mit dem Filzstift täuschend ähnlich imitieren, ein Hai aus Trash, der im Ausstellungsraum seine Kreise zieht, ein Souvenirtellerchen, das zum Miniaturradioteleskop wird, all das schafft neue, unerwartete Zusammenhänge und Assoziationen. Zur Ausstellung im Studio der Neuen Galerie Graz erschien ein Folder, der als Gebrauchsanweisung zu verstehen war.

Inhaltsverzeichnis

Wendelin Pressl. Luna Park