Robert Wilsons’s VOOM Portraits

[Begleitheft anlässlich der Ausstellung „Robert Wilsons‟s VOOM Portraits“, 20.06. - 13.09.2009] / Kurator Peter Weibel. - Graz : Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, 2009.- [48] S.: zahlr. Ill. ; 20 x 11 cm.

(Vergriffen/out of print)

Die Arbeiten von Robert Wilson (geb. 1941 in Waco, Texas, lebt in New York) vereinen eine breitgefächerte Vielfalt an künstlerischen Medien wie Bewegung, Tanz, Licht, Bühnendesign, Skulptur, Musik und Text zu einem perfekten Ganzen. All seine Erfahrungen als Bild- und Objektkünstler, als Bühnenbildner und Regisseur, als Choreograf und Kurator hat er in seinen „VOOM“-Videoportraits seit 2004 konzentriert. Die portraitierten Persönlichkeiten – darunter Johnny Depp, Isabella Rossellini, Jeanne Moreau, Salma Hayek, Brad Pitt, Willem Dafoe, aber auch Unbekannte und Tiere – verweisen sowohl auf eigene biografische wie auch auf kulturgeschichtliche Quellen. Sie sind sowohl konstruiert wie authentisch, biografisch wie soziografisch, Portraits eines Lebens wie eines Mediums oder einer Epoche. Weil die Portraitierten in unser visuelles Gedächtnis eingeschrieben sind, erzählen die Portraits nicht nur vom Leben der abgebildeten Persönlichkeiten, sondern auch von unserer Geschichte. Die Portraits sind Geschichte. Ebenso die Dichter und Musiker, mit denen er kooperierte, u.a. mit William S. Burroughs, Tom Waits, Laurie Anderson, Marianne Faithfull, David Byrne oder Lou Reed. In der Geschichte der Portraitmalerei und des fotografischen Portraits, insbesondere der inszenierten Fotografie, stellen Wilsons inszenierte Videoportraits nicht nur einen Höhepunkt der Vollendung dar, sondern vor allem auch eine Methode, die wegweisend ist. Seine innovative Bildsprache kreiert eine Welt, zwischen chaplinesk und kafkaesk, aber immer „absolutely Wilson“. Zur Ausstellung in der Neuen Galerie Graz erschien ein Booklet mit einem Essay von Peter Weibel, einer Biografie Wilsons sowie Angaben zu den porträtierten Personen und Tieren.

Robert Wilsons’s VOOM Portraits