Otto Beckmann (1908 - 1997). zwischen Mystik und Kalkül

[erscheint anlässlich der Ausstellung „Otto Beckmann (1908 - 1997) : zwischen Mystik und Kalkül“, 20.09. - 23.11.2008 ] / Hg. Peter Peer ; Peter Weibel für die Gesellschaft der Freunde der Neuen Galerie. - Köln : König, 2008. - 479 S. : zahlr. Ill. ; 30,5 x 24 cm.

ISBN 978-3-86560-550-4

Otto Beckmann (*1908 Wladiwostok, †1997 Wien) verdankt seine Bedeutung aus heutiger Sicht vor allem seine-r Rolle als Pionier der Computerkunst. Nach seinem Studium der Bildhauerei Ende der 1930er Jahre an der Wiener Akademie entwickelt er erste Gedanken zur künstlerischen Formgebung auf der Basis mathematischer Methoden wie Algorithmen. 1966 gründet er eine Arbeitsgruppe für Computerkunst, „ars intermedia“. Zudem war er mit der internationalen Szene der Computerkunst dicht vernetzt (u. a. mit dem Kreis der „Nove Tendencije“ in Zagreb). Ab 1970 arbeitet Beckmann auf einem eigens für ihn konzipierten „Atelier-computer“, wobei er die Ergebnisse mit Fotografie, Film, Laser und akustischen Signalen kombiniert. So entstehen visionäre Architekturszenarien, Lasergrafiken, Computerfilme und -plastiken. Beckmann beschäftigt sich jedoch auch fortwährend mit Phänomenen jenseits des logisc-h Erfahrbaren. Werke der 1950/60erJahre verweisen auf religiöse Geheimlehren, ab 1970 entstehen fetischartige Plastiken aus Fundgegenständen in der Tradition des surrealistischen „Objet trouvé“. So bewegt sich Beckmann stets zwischen Magie und Kalkül, Mathematik und Mystik.
Ein 480 Seiten starker, durchgehend illustrierter Katalog, erschienen im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, nähert sich in Essays von Oskar Beckmann, Matthias Boeckl, Herbert W. Franke, Frieder Nake, Peter Peer, Margit Rosen, Gerhard Stickel, Peter Weibel u.a. sowie mittels Texten von Otto Beckmann dem vielschichtigen Werk dieses Künstlers, ergänzt von einer ausführlichen Biografie.

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Otto Beckmann