Oskar Stössel (1879 – 1964). Portraitist der Gesellschaft

[erscheint anlässlich der Ausstellung „Oskar Stössel (1879 – 1964) : Portraitist der Gesellschaft“, 20.11.2008 - 18.01.2009, Hofgalerie] / Hg. Peter Peer. Graz : Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, 2008. - 143 S. : zahlr. Ill. ; 21 x 15 cm.

ISBN 978-3-902241-37-5

Selten sind bei einem Künstler Motiv und Technik zu einer so vollkommenen Symbiose verschmolzen wie bei Oskar Stössel. Er war ein Meister der Radierkunst, wobei er seine Brillanz vor allem im Portrait entfaltete. Seine Klientel setzte sich aus dem Who is Who der internationalen Gesellschaft zusammen. Daneben schuf er auch ein qualitätsvolles Œuvre als Maler; seine Landschaften lassen eine tiefgehende Rezeption expressionistischer Strömungen erkennen. Stössel wuchs in Graz auf und absolvierte eine Ausbildung zum Bauingenieur an der Technischen Hochschule. Danach studierte er Malerei bei Diet, Damianos und Schrötter in Graz, und ließ sich in Wien bei Schmutzer in der Kunst der Radierung unterweisen. 1938 emigrierte der Künstler in die USA, wo er seine Karriere als Grafiker erfolgreich weiterführen konnte und weiterhin Spitzen aus Politik und Gesellschaft portraitierte. Als Mitglied der Organisation „Austrian Action“ in New York engagierte er sich auch im Kampf gegen Hitlerdeutschland. Stössel kehrte erst um 1960 nach Österreich zurück und verbrachte seine letzten Lebensjahre in Wien. Die Ausstellung der Neuen Galerie suchte die Meisterschaft seines Schaffens zu würdigen und seine Position als Grafiker wie als Maler zu untersuchen. Der Katalog mit einem Essay von Peter Peer und angeschlossenem Werkverzeichnis nimmt erstmals eine kritische Bestandsaufnahme seines Gesamtwerks unter Einbeziehung von Literatur- und Archivrecherchen vor.

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Oskar Stössel