Günter Brus. Offenlegungen

[erscheint anlässlich des Symposions und Festaktes zum 70. Geburtstag von Günter Brus …] Bruseum/ Neue Galerie Graz am Landesmuseum Joanneum, 18.10.2008] / Hg. Peter Weibel. – Köln: König, 2009. – 104 S. + 1 CD: zahlr. Ill. ; 24 x 17 cm.

ISBN 978-3-86560-659-4

„Irrwisch“ (1971) von Günter Brus, „die verbesserung von mitteleuropa, roman“ (1969) von Oswald Wiener, „Der Mann ohne Eigenschaften“ (1931/32) von Robert Musil gehören zu den österreichischen Beiträgen zur Weltliteratur im 20. Jahrhundert. Die im „Irrwisch“ von Brus entwickelten Sprachtechniken sind die Ausarbeitung von Sigmund Freuds Abhandlung „Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten“ (1905). Die Sprachtechniken von Brus legen das Unbewusste frei. Ebenso wie seine Zeichnungen kognitive Dimensionen erreichen und daher das retinale Plaisir eines Klimt oder Schiele bei weitem übersteigen. Brus gehört also nicht nur zu den ungewöhnlichsten Doppelbegabungen Österreichs, wovon seine Bilddichtungen zeugen, sondern seine Arbeiten als Dichter, Zeichner und Aktionist sind auch als selbstständige Werkkomplexe zu verstehen. Er ist somit ein Panartist bzw. Polyartist von renaissancehafter Größe. Anlässlich des 70. Geburtstages von Günter Brus veranstaltete das BRUSEUM der Neuen Galerie Graz am Landesmuseum Joanneum 2008 „Ein Fest für Günter Brus“, das aus einem Symposion mit internationalen Referenten und Referentinnen, einer Ausstellung und einem Festakt mit einer Laudatio von Oswald Wiener, der Aufführung einer Komposition von Olga Neuwirth und Burkhard Stangl sowie einer Lesung aus Brus’ literarischen Werken mit Bernd Jeschek bestand. Die Ergebnisse des Symposions liegen nun in dieser Publikation mit Texten von Eric Alliez, Franz Josef Czernin, Harald Falckenberg, Cathérine Grenier, Oliver Jahraus, Karin von Maur, Régis Michel, Peter Weibel und Oswald Wiener, sowie einer beigefügten CD von Olga Neuwirth und Burkhard Stangl vor, erschienen im Verlag der Buchhandlung Walther König.

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Günter Brus.