Pflegemaßnahmen im Schlosspark
Die außergewöhnlich starken Stürme Ende September haben im Schlosspark schwere Schäden verursacht. Dabei mussten wir neben unzähligen Astbrüchen auch den Verlust von insgesamt sieben alten Bäumen hinnehmen. Die Begehung des Parks mit Experten zeigte leider, dass noch weitere „Baumveteranen“ in schlechterer Verfassung als befürchtet sind. Bedingt durch ihr hohes Alter sind viele geschwächt und dadurch auch anfälliger für Krankheiten und Schädlingsbefall. Auf Basis des bestehenden Parkpflegewerks wird nun ein detailliertes Maßnahmenkonzept zu Pflege und Restaurierung der betroffenen Bereiche erarbeitet, das den veränderten Gegebenheiten Rechnung trägt. Den Erhalt des historischen Baumbestandes mit der Sicherheit unserer Besucherinnen und Besucher zu vereinbaren, stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Diese Gratwanderung wird uns in den kommenden Jahren zu größeren Eingriffen und Nachpflanzungen zwingen. Nur so kann die Gefahr weiterer Schäden minimiert werden und der Eggenberger Schlosspark als „lebendiges Denkmal“ erhalten bleiben.
Die ersten Schritte erfolgten bereits im November 2011. So werden in einigen Jahren mehrere neu gepflanzte Hainbuchen die Lücken im „belt“, also im Baumgürtel entlang der Parkmauer, ausfüllen und in Kombination mit Sträuchern als Unterpflanzung die Mauer und umliegende Gebäude verdecken. Damit sollte auch im Bereich entlang der Schlossstraße der für einen englischen Landschaftsgarten wichtige Eindruck der Grenzenlosigkeit so gut als möglich aufrecht erhalten werden.
Zuwachs erhielt auch die Familie der in Eggenberg solitär verwendeten Bäume. Der in der Romantik wegen seiner pittoresken Kronenbildung besonders beliebte Japanische Trauer-Schnurbaum (Sophora japonica pendula) wurde schon bei der Neugestaltung des Eggenberger Parks Anfang des 19. Jahrhunderts verwendet. Eine junge Sophore fand nun auf der Rasenfläche neben dem Eingangsbereich wieder ihren Platz. Sie wird dort der absterbenden historischen Hängeesche nachfolgen, deren Anfälligkeit für die stark zunehmende Eschenkrankheit einen sortengleichen Ersatz im Augenblick wenig sinnvoll macht. Bis sie ihre volle Größe erreicht hat, werden allerdings noch einige Jahrzehnte vergehen. Wie bei so vielen Anstrengungen um den Erhalt eines Gartendenkmals, wird sich auch das Ergebnis dieser Bemühungen erst nachfolgenden Generationen präsentieren.














