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Rosenhügel

Der Berg im Lustgarten

 1835 musste die barocke Aussichtsterrasse an der Ostseite des Schlosses einem künstlichen Hügel weichen, der zum glanzvollen Höhepunkt der neuen Gartenanlage bestimmt war. Die Errichtung dieses neuen Lieblingsobjektes von Jérôme Herberstein erfolgte nicht ohne Protest der Grazer Spaziergänger/innen.

Der "Parapluieberg" zur Rosenblüte 2009

Zum einen war dieser „Berg“ als Aussichtspunkt über den Lustgarten geplant, zum anderen sollte der neue „Rosenhügel“ auch ein gärtnerisches Kunststück werden. Ein geschwungener Weg wand sich durch dichte Flächen von Rosen und Koniferen bis zur Kuppe, wo ein Parapluie „im chinesischen Stil“ die Ruhebank beschattete. Der Rosenhügel blieb für viele Jahrzehnte die größte Attraktion des Eggenberger Gartens. 1855 wurde er sogar noch erweitert. Erst an der Wende zum 20. Jahrhundert verschwanden Rosen und Parapluie.  Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Nadelbäume gepflanzt, die im Laufe der Jahrzehnte zu einem dichten Wald heranwuchsen und keine Aussicht auf den Park mehr ermöglichten. Dies führte dazu, dass der ehemalige Rosenhügel nicht mehr wahrgenommen wurde und den Besucherinnen und Besuchern nicht zugänglich war. 

Der Rosenhügel vor der Rekonstruktion 2007/08 Nach zwei Jahren intensiver Recherche und Diskussion mit internationalen Fachleuten wurde die detailgenaue Rekonstruktion des Rosenhügels im Winter 2007/2008 verwirklicht: Seit Mai 2008 lassen rund 350 historische Rosen, 400 Gehölze, 2.500 Stauden und etwa 4.000 Zwiebel- und Knollenpflanzen die Blumenpoesie des Biedermeiers wieder zum Leben erwachen.