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Call for Ideas

Formen von Wissen in der Medienkunst

  • 26.04.-31.08.2010

Das Medienkunstlabor ist seit dem 22. Mai 2010 nicht mehr physisch am Südtirolerplatz verortet, sondern geht als Konzept zur Förderung der Medienkunst nach sechs Jahren Laborsituation einen neuen Weg. Es erforscht mittels Ausschreibungen und Gastprojekten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven und in unterschiedlichen Situationen. Bestehende Verbindungen zu Forschungsinstitutionen und -personen werden aufrecht erhalten und weiterhin für künstlerische Projekte gesucht. Durch die Veränderung bietet sich die Möglichkeit zur Umsetzung inhaltlich neuer wie auch räumlich anders dimensionierter Formate. Medienkunst, deren Förderung und insbesondere deren künstlerische Vermittlung, ist am Kunsthaus Graz ein sinnstiftendes Element der inhaltlichen Selbstdefinition und wird in der Zukunft vermehrt in den Ausstellungen des Hauses zentral untersucht.
 

Im Rahmen des 200 Jahr-Jubiläums des Universalmuseums Joanneum beschäftigt sich das Kunsthaus Graz in seinem Programm 2011 intensiv mit der Frage des Museums als Speicher und Generator von Wissen. Das Museum als Ort der Erkenntnisgewinnung und der Wirklichkeitskonstruktion stellt sich dabei wichtigen Fragen nach der Definition von Wissensinhalten genauso wie einer kritischen Untersuchung verschiedener Formen von Wissensrepräsentation.

In diesem Sinne sucht das Medienkunstlabor für das Kunsthaus Graz Projekte, die die Darstellung und Speicherung von Wissen zum Thema haben und sich medienkritisch mit der Formulierung von Wissensgenerierung und -vermittlung auseinandersetzen. Die Projekte können sowohl virtuell als auch räumlich verortbar sein, können sich auf unterschiedliche Räume des Kunsthauses Graz beziehen oder darüber hinausgehen. Gefragt sind tiefgreifende Auseinandersetzungen mit einem zeitgenössischen Umgang zu Fragen öffentlich zugänglichen und geordneten Wissens, die als künstlerische Projekte eigenständig funktionieren. Die Projekte werden vom Team der Kuratoren/innen des Kunsthauses Graz in Zusammenarbeit mit Richard Kriesche und Sandro Droschl bis Oktober 2010 ausgewählt und sollen im Jahr 2011 in adäquater Form im Kunsthaus Graz sowie im gesamten Universalmuseum Joanneum umgesetzt werden. Für jedes zur Ausführung kommende Projekt sowie dessen Realisierung und Präsentation wird ein Projektbudget zur Verfügung gestellt.

Vorschläge mit Projektskizzen und groben Budgetvorstellungen sowie einer Dokumentation von Referenzarbeiten sind bis 31. August 2010 an folgende Adresse zu richten:

intendanz@museum-joanneum.at

Unter dieser Adresse können auch nähere Informationen eingeholt werden.