Young
1965 wurde Hans Hollein zur Pariser Biennale der Jungen (unter 35-Jährigen) eingeladen. Die restriktiven Teilnahmebedingungen forderten eine Arbeit zum Wohnbau. Da Hollein dazu noch keine Bauten vorzuweisen hatte und auch nur ein Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung stand, entschied er sich spontan, eine Wiener Telefonzelle aufzustellen, die als Minimalbehausung ausgestattet werden sollte. Diese Zelle greift auf seine Ideen zur Erweiterung der Architektur durch andere Medien auf, hier der damals noch nicht mobilen Telekommunikation. Da er keine alte Wiener Telefonzelle schwarzgelben Typs erhielt und es nicht gelang, die finanziellen Mittel für eine neue Konstruktion aufzutreiben, scheiterte die Realisierung des Beitrages, dessen Idee allerdings in den Medien (rein virtuell) positves Echo fand.





