Wien
Hans Hollein wurde am 30. März 1934 in Wien geboren. Dort hat er bei Clemens Holzmeister studiert, bevor er sich auf eine lange Reise in die USA begab, wo er nicht nur alle Orte mit dem Namen Vienna aufsuchte, sondern auch studierte: in Chicago (-> Chicago) und in Berkely. Dort schloss er 1960 mit der Masterthesis space in space in space ab. Nach diesen grundsätzlichen Überlegungen zur Architektur kehrte er nach Wien zurück, um von hier aus auf der ganzen Welt zu bauen, zu lehren und zu arbeiten. Mit Wien verbindet Hans Hollein auch die Geschichte der berühmten Jahrhundertwende um 1900, zu der gerade im Bereich der Archiektur revolutionär Neues entstand. (-> Jugendstil, Quadrat). In seiner Heimatstadt errichte er wichtige Bauten, wie Shops (-> Retti), Schulen oder Hochhäuser. Das Haas-Haus am Stephansplatz zählt gewiss zu den bekanntesten. Als nach dem Krieg das erste Wiener Warenhaus der Firma Haas abgebrannt war, errichtete man einen jener Bauten, die Hans Hollein in die Kategorie der trivial-funktionalistischen Nachkriegsbauten reihen würde. 1985–1990 entstand unter großer populistischer Hetze der jetzige Bau, der heute als Wahrzeichen des modernen Wiens gilt.





