Museum
Das Museum ist für Hans Hollein ein Kunstraum, ein Raum, der Schätze beherbergt, die man am besten unterirdisch lagert. Mit seinem Museum in Mönchengladbach hat Hollein Architekturgeschichte geschrieben, zahlreiche weitere Museumsbauten auf der Welt folgten. Wie sehr Architektur als Zeichen, als Manifestation seines Inneren wirken kann, verdeutlichte Hollein bei dem Projekt Vulcania in der französischen Auvergne, wo aus Lavagestein ein monumentaler Krater den Eingangsbereich des dortigen Vulkanmuseums (1994–02) bildet. Das Potenzial eines Bauplatzes auszunutzen gelang ihm nicht nur bei seinem unrealisierten Guggenheim-Entwurf für Salzburg, sondern auch in Frankfurt, wo das Museum für Moderne Kunst (1982–91) sich in der Form eines Tortenstückes ideal in den Umraum einfügt. Seinen Hang zur archaischen Monumentalität demonstriert der neue Eingangsbereich der Albertina in Wien (2003).





