Kult
Hans Hollein erkannte einen Ursprung der Architektur im kultisch-sakralen, als Mal, als Symbol, als Zeichen. Architektur ist für ihn elementarer, visueller Ausdruck des menschlichen Geistes. Sie ist für ihn ein Medium der Mitteilung, der Kommunikation, und sie ist ein Mittel zur Erhaltung der Körperwärme. Holleins Bauten sind immer wieder von einer starken archaischen Monumentalität durchwachsen, die sich auch in seinen Entwürfen manifestiert.
Das goldene Kalb zeigt vor dem Museumsgebäude Neutorgasse im Außenbereich des Joanneumsviertels einen auf einem Podest aufgestellten 18 Meter langen, vergoldeten Eisenbahntankwaggon, der mit Hörnern versehen ist. Als Zitat des biblischen Götzenbildes erinnert die Installation an den sprichwörtlichen „Tanz um das goldene Kalb“, der für eine Verehrung von Reichtum und Macht steht.





