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Jugendstil

Jugendstil ist der Begriff, in den man den speziellen Wiener Sezessionismus gerne hineinpackt. Hans Hollein hat sich für diese Zeit um 1900 schon interessiert, als man Zeichnungen von Schiele sehr günstig kaufen konnte und Adolf Loos kaum bekannt war. Seine liegengebliebenen Schriften wie z. B. Trotzdem erwarb er in den Fünfzigern zum Originalpreis des Jahres 1934, und noch 1970 empfiehlt er nicht nur die Lektüre seiner Schriften, sondern auch den Besuch der Bauten von Loos und Hoffmann (-> Quadrat). Was ihn mit dieser Zeit verbindet, ist die Diskussion von Architektur als Kunstform zwischen Funktionalität und ästhetischer Wirkung. 1984 realisierte Hans Hollein die Gestaltung der wichtigen Ausstellung Traum und Wirklichkeit 1870–1939 im Wiener Künstlerhaus. Die Ausstellung ermöglichte mit zahlreichen Rekonstruktionen eine visuelle Zeitreise, die alle Sinne ansprach, und verhalf dieser Kunstepoche damit zu ihrem durchschlagenden, noch immer anhaltenden Erfolg.