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Chicago

Chicago war um das Jahr der großen Weltausstellung 1893 eine unglaublich aufstrebende Stadt. Die ersten Wolkenkratzer entstanden hier. Sullivan und andere erprobten neue Konstruktionsmethoden, die die Häuser –auch dank anderer technischer Neuerungen (wie z. B. Lifte) immer höher wachsen ließen.
Seit Hans Hollein in dieser Stadt ein Jahr lang studiert hat, interessiert ihn das Hochhaus, nicht nur als Entwicklungsmöglichkeit von baulicher Dichte, sondern auch als signalisierende Manifestationsarchitektur. Er umkreist das Thema in unterschiedlichster Form: in Skizzen, Entwürfen, Modellen, Collagen, Projekten und Realisierungen. In einer Auseinandersetzung mit der Stadt an sich sind die vertikal strebenden Bauten interessant, sie bestimmen die Silhouette neu und definieren das Stadtbild auch in städtischen Zukunftsperspektiven (-> Utopie). 1958 entwarf Hollein für Chicago Hochhäuser, die wie Skulpturen (->) aussehen und manchmal auch konkret phallisch den männlich hochstrebenden „Himmelskratzer“ variieren.