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Überrest

Kaffeetasse als Museumsobjekt

Eine verbogene Jalousie, eine Tasse mit Kaffeeflecken oder die Überreste eines Wörterbuches – all diese Objekte haben gemeinsam, dass sie zu Museumsstücken wurden. Um die Geschichte der Terroranschläge vom 11.September besser dokumentieren zu können, sammeln Museen, Bibliotheken und Behörden in den gesamten USA Gegenstände, die mit den Attentaten in Zusammenhang stehen. Wenn Kuratoren, Wissenschafter, Künstler und Archivare dieser Tage in New York über eine adäquate Dokumentation beraten, dann geht es auch darum, welches Museum welche Gegenstände bekommt.
Den Wettstreit um die geeigneten Objekte hat bereits der US-Senator Kit Bond
eröffnet: Er beantragte fünf Mio Dollar für das Smithsonian Nationalmusem
für Amerikanische Geschichte, damit dort eine geeignete Ausstellung organisiert werden kann. Die Anschläge hätten das ganze Land betroffen, also müsse ein nationales Museum die Führung übernehmen, so Bond. Ungeachtet dieser Debatte hoffen die Hinterbliebenen der Opfer darauf, in die Entscheidungen einbezogen zu werden. „Viele Angehörige fragen sich, wohin das Zeug nun alles geht“, so ein Sprecher.

ORF-Teletext, 28. Dezember 2001