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sammeln

I

Hochwerter Herr, My Lord hat mich beauftragt, Ew. Gnaden wissen zu lassen, daß es seiner Hoheit gefällt, so ihr in seinem Namen mit allen Kaufleuten von allen Orten, insonderheit aber von Virginien & Bermuden & Neufundländen, handelseins werdet, daß sie, dieweil sie in jenen Teilen, Acht haben, Seiner Hoheit allerlei wilde Tiere & Federvieh und Vögel beizubringen, sofern lebendig, oder, sofern nicht, Köpfe, Hörner, Schnäbel, Klauen, Bälge, Gefieder...eines Ellofanten Kopf mit gar gewaltigen Zähnen, darinnen eines Flußpferdes Kopf der größten Art, die zu erlangen eines Seebullen mit Hörnern, Aller Art große Schlangen und Häute von Schlangen & insonderheit von jener Art, die einen Kamm auf ihrem Kopf hat, gleich einem Gockelhahn, Aller Art glänzende Steine oder von allerlei absonderlicher Gestalt ...Jedwedes Ding, das absonderlich.

Ein Brief Ashmoles an den Marineminister Edward Nichols. Zit. N. Weschler

II

Sammeln hat immer auch mit der Gewinnung von Macht über verderbliche Gegenstände zu tun. Die Objekte von Sammlungen müssen im rechten Zustand zusammengehalten werden, damit weder Fäulnisbakterien, Motten, Museumskäfer oder Diebe sich ihrer bemächtigen. Die Fähigkeit zur Machtausübung hat demnach ein exzellentes Übungsfeld im Zusammenhalten von Sammlungen. Umgekehrt wird die Anhäufung solcher Schätze, also dessen, was man schätzt, was man geschätzt und selektioniert hat, zum Ausweis der Macht.

Karl Josef Pazzini

III

Sammeln ist eine verbreitete Form abweichenden Verhaltens, nämlich der Unfähigkeit, Dinge dort liegen zu lassen, wo sie hingehören.

Walter Grasskamp

IV

Sammeln macht glücklich, frei und reich.

Einleitung von Hadamovskys "Kleines Lexikon des Sammelns" von 1965