Lustobjekt
Im Wort bleibt unentschieden, ob es sich um einen Genitivus subjectivus oder objectivus handelt. Es ist wohl beides. Es wird nichts generiert ohne Lust.
Die Lust braucht ein Objekt. Bleibt sie vorobjektal, dann ist es nur Erregung. So wird das Symbiotische der Verliebtheit, das Psychotische darin, was keine Differenzen mehr machen kann, erst fruchtbar mit der Frage: „Darf ich Dich zum Objekt meiner Lust machen?“
Wird diese Frage nicht gestellt - so oder anders - dann ist nur Kuschelsex möglich. Nun gibt es auch Objekte - im Sinne von Dingen, von Gegenständen - die der Lust dienen, genauer der Vorlust. Wenn es bei der Vorlust bleibt, dann ist man auf geradem Weg zum Fetischismus.
K .J. Pazzini
siehe auch Rubens-Syndrom


