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Im öffentlichen Museum: der Letzte macht das Licht aus

Im öffentlich gewordenen Museum änderten sich und ändern sich ständig mit neuen Entwicklungen die Funktionen und auch die allgemeinen Auffassungen. Für die durchgängigen Aufgaben aktiver und passiver Sicherung der Ausstellungsbestände, für die Weginformation, die knappe Auskunft und die Domestizierung des Besuchers wurden nach Möglichkeit stetig wirkende Regelungen gewählt und technisch-betriebliche Einrichtungen ausgearbeitet, denen eine Führung sich selbst mit manchen besonderen Beweglichkeiten ausgestattet einschreiben konnte. Es entstanden feste Öffnungszeiten, empfohlene und angezeichnete Rundwege auf verdeutlichten Wegenetzen, feste Positionierungen der Exponate, Vitrinen, Podeste, Einglasungen, Abstandhalter, einbettende Inszenierungen, Beschilderungen, Hausordnungen, unabhängige Zu- und Ausgangskontrolle, eine Person-Aufsicht und von Kustodenseite ein kritischerer vorgängiger Umgang mit Subtilitäten und erwarteten Herausforderungen einer Ausstellung aus Musealien.

Gewisse Führungsaufgaben traten zurück, blieben aber doch mit ihrer Ausübung wie verbunden. In kritischen Momenten oder bei bleibend schwierigen Umständen einer Schausammlung kamen sie erneut zum Vorschein; etwa wenn eine Gefährdung von Exponaten ausging (beim drohenden Einsturz eines Modells oder einer Vitrine), in Höhlen, technischen Schauen und Bergwerken. Dann auch bei Klimaproblemen, Lichtproblemen oder einem Andrang, der Besucherstromtaktung notwendig machte, (das gab es etwa in der Kunsthalle Bremen); in Schlössern und Klöstern, die ihre Besucher in bestimmten Zeitphasen oder nur mit besonderem Schuhwerk zulassen (Schloss Ahrensburg), an Orten, an denen eine Öffentlichkeit sich bei etwas Unverstand schnell nicht genügend rücksichtsvoll benahm (Gedenkstätten) etc.

Auch die mannigfaltigen Mitteilungsaufgaben eines Museums wurden mit der Zeit möglichst dauerwirksam auf ständig verfügbare Medien gestellt. In den sich ausdehnenden Sammlungen entstehen Netze erklärender und instruierender Informationsgaben.

Frank Jürgensen