Führung: Struktur
Die spezielle Museumsführung kann man als ein szenisch-literarisches Ereignis ansehen, das in der eingerichteten Schausammlung mit mündlichem Vortragen und einem zur-Diskussion-stellen aufgeführt wird.
Eine Referentin - ein Referent beziehen sich auf Musealien, spricht und verdeutlicht ihre Bewandtnis und orientiert die Gruppe auf verschiedene Ausblicke in einer stark ausgearbeiteten und überarbeiteten speziellen Besichtigungslandschaft.
In einer Verkettung einzelner Besichtigungspunkte ("Stationen") wird aus den einzelnen Besichtigungsaufenthalten über den Sprechtext und das begleitende Verweisen auf ein Erfahren- oder Nacherleben-Können zu einem Vorgang der Einsichtnahme, der Bedeutungsbereicherung oder auch von Richtigstellungen. Die Sequenz wird in einer an Comics oder Filmarbeit erinnernden Weise aus Übergängen und szenischen Schnitten montiert, die sich im musealen Besichtigungsfeld der vorgeordneten Bedeutungs-Wahrnehmungen vollziehen.
Erzählmotive, auch selbständige, ziehen sich nach Möglichkeit und Geschick in dieses Musterverständnis hinein. Immanenz und Analogie des Museums bleiben dabei in den Bezügen abprüfbar in ihrer Gegebenheit.
Die Erzählung selbst, mit Wiederanknüpfungen über Themen- Orts- und Medienbezugswechsel hinweg, bildet mit Bezug auf das gesamte Zeitbudget einen besonderen argumentativen Spannungsbogen aus und sucht diesen auch gegen Irritationen und Störungen aus der weiteren Museumsöffentlichkeit über szenische Wiederaufstellungen hinweg zu erhalten.
Eine Führung literarisiert sich dabei, sie inszeniert und interpretiert sprachlich-szenisch ihr "Drama" (z.B. als "roten Faden").
Frank Jürgensen
F
Fake, Fälschung, Täuschung
Fetisch
Fluxus
Freier Eintritt
Fremdes
Freud als Sammler
Führung
Führung: Modell Zerberus
Führung: Struktur
Führung: was daran ist pädagogisch?
Führungen: Geschichtliches


