Ausstellung
I
Ausstellen ist Deuten mit anschaulichen Mitteln. Dabei soll mehr und anderes geschaffen werden, als eindimensionale Erklärungszusammenhänge von Objekt und Text. Inszenierungen sollen vielmehr durch das absichtsvolle Arrangement von Original, Medien und anderen Ausstellungsmitteln Kontexte schaffen, die auf die Vermittlung vernetzter Bezüge und Wechselwirkungen hin angelegt sind.
Ulrich Paatsch: Konzept Inszenierung. Heidelberg 1990 S.8
II
Eine Ausstellung (auch '"Exposition") ist eine öffentliche Veranstaltung, bei der Ausstellungsobjekte ("Exponate") einem Publikum gezeigt werden. (…) Neben dauerhaften Ausstellungen, z. B. das normale ständige Inventar eines Museums oder eines Teils davon, gibt es auch Sonderausstellungen: Eine Sonderausstellung ist eine Ausstellung, die thematisch und zeitlich begrenzt ist. Sie hat eine Fragestellung (These), anhand der die Objekte in einen Kontext gestellt werden. D.h. die Anordnung der Objekte an sich, das Hinzufügen von Medien wie Licht, Farben, Wände, Fernseher, Dias, Ton und Musik werden nicht zur Betonung der einzelnen Gegenstände benutzt, sondern zur Beantwortung der These. Wird eine Sonderausstellung ab- und an einem anderen Ort wieder aufgebaut, nennt man sie auch eine Wanderausstellung. Der Ort, an dem sie stattfindet, ist meist öffentlich, ein Rathaus, eine Messe, eine Kirche oder ein Museum. Anders als ein Museum kann sie kommerziell ausgerichtet sein.
Aus: Wikipedia, Juli 2007
III
Die Ausstellung ist ein zeitlich begrenzter und örtlich nicht gebundener Schauzusammenhang von Gegenständen, der, nach bestimmten Gesichtspunkten ausgewählt, zu einem besonderen Zweck oder aus einem gegebenen Anlaß gezeigt wird.
Quelle unbekannt
IV
Jede Ausstellungserzählung, jede Darstellungsweise ist Teil einer symbolischen Praxis, mit der sich eine Gesellschaft ihrer kulturellen Bedeutung und Vergangenheit versichert. Wie in allen kulturellen Praktiken manifestieren sich Repräsentationsbedürfnisse, individuelle und kollektive Narrationen sowie gesellschaftliche Diskurse und Wissensformen. Als Orte von hohem Prestige ist die Frage, welche Personen und Gruppen, Denkweisen und Geschichten wie dargestellt sind, von besonderer gesellschaftlicher Relevanz– etwa Manifestationen der Geschlechterordnung und des Verhältnisses von Eigenem und Anderem, egal ob diese nun intendiert sind, oder als verborgene oder nicht-beabsichtigte Deutungen gleichsam symptomatisch zum Tragen kommen. Ausstellungen als diskursive Praktiken zu verstehen, als Statements, Argumentationen, Rhetoriken, als Sprech- und Kommunikationsakte ist zentral für das Verständnis vom Medium Ausstellen.
Jede Ausstellungserzählung, jede Darstellungsweise ist Teil einer symbolischen Praxis, mit der sich eine Gesellschaft ihrer kulturellen Bedeutung und Vergangenheit versichert. Wie in allen kulturellen Praktiken manifestieren sich Repräsentationsbedürfnisse, individuelle und kollektive Narrationen sowie gesellschaftliche Diskurse und Wissensformen. Als Orte von hohem Prestige ist die Frage, welche Personen und Gruppen, Denkweisen und Geschichten wie dargestellt sind, von besonderer gesellschaftlicher Relevanz– etwa Manifestationen der Geschlechterordnung und des Verhältnisses von Eigenem und Anderem, egal ob diese nun intendiert sind, oder als verborgene oder nicht-beabsichtigte Deutungen gleichsam symptomatisch zum Tragen kommen. Ausstellungen als diskursive Praktiken zu verstehen, als Statements, Argumentationen, Rhetoriken, als Sprech- und Kommunikationsakte ist zentral für das Verständnis vom Medium Ausstellen.
Roswitha Muttenthaler
Ziel einer Ausstellung ist es, die eine Sammlung des Museums bildenden Objekte vor die Augen des Besuchers zu bringen. (…) Die Art, wie ein Museumsobjekt ausgestellt wird, ist der Mode unterworfen … Man sollte also keinen zu großen Teil seines Budgets für die Präsentation der Sammlung opfern. (…) Alle Informationen, die ein Objekt erläutern sollen (müssen) von allen Teilen dieses unterschiedlich strukturierten Publikums verstanden werden können.
Claude Lapaire: Kleines Handbuch der Museumskunde. Bern und Stuttgart 1983
siehe auch Ausstellung: Etymologie Blick
A
Abfall
Abwesenheit
Ahnen; Ahnenfurcht
Andenken
Anderes
Animation
Anmutungsqualität
Arche Noah
Archiv
Artefakt
Asservat
Audience Development
Aufseher
Aura
Ausgliederung
Auskunft, Erklärung und Überblick
Ausstellung
Ausstellung: Etymologie
Ausstellungstexte
Authentizität


