Ist die Herkunft zweifelsfrei?
Zur Provenienzforschung am Universalmuseum Joanneum
- 16.11.2010, 19:00 Uhr
Vortrag und Diskussion mit Karin Leitner-Ruhe, Gudrun Danzer und Monika Binder-Krieglstein
Eine Veranstaltung von CLIO, dem Centrum für Jüdische Studien, dem Stadtmuseum und dem Universalmuseum Joanneum
Veranstaltungsort: Stadtmuseum Graz
Ein materieller Nebeneffekt der Verfolgung und Auslöschung jüdischer Bürger durch die Nationalsozialisten war der gesetzlich geregelte Zugriff auf deren Kunstsammlungen. Bei der Beschlagnahmung von Kunstwerken ging man deswegen besonders gezielt und systematisch vor – eine Methode, von der auch öffentliche Museen profitierten, indem sie Objekte hoher Qualität aus „sichergestellten“ jüdischen Sammlungen erwarben. Die Rückerstattung dieser „Raubkunst“ nach 1945 ließ diese Gründlichkeit allerdings vermissen. Erst 1998, als zwei Gemälde von Egon Schiele aus der Wiener Sammlung Leopold in New York als Diebesgut beschlagnahmt wurden, entwickelte sich eine öffentliche Debatte zu diesem Thema und führte zum Beschluss der gesetzlichen Grundlagen für die Rückgabe („Restitution“) fraglicher Erwerbungen während der NS-Zeit.
- Terminart: Lernen & Wissen Vortrag |
- Terminbereich: Kultur |
- Kategorien: Diskussion, Vortrag





