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Die Zunftsammlung

Dieser Sammlungsbestand dokumentiert die Geschichte des Handwerks in der Steiermark und umfasst rund 120 Objekte: Zunftladen, Zunftkannen, Zunfthumpen, Zunftringe, Zunftzeichen, Zunftschilder, Zunftsiegel, Zunftkassen und Zunftfahnen.

Inschriften, Symbole, dargestellte Werkzeuge, Heiligenfiguren und Ähnliches verweisen auf das jeweilige Handwerk und die zugehörige Zunft. Unter anderen sind etwa die Zünfte der Schmiede, Bäcker, Handschuhmacher, Glaser, Gürtler, Wagner, Fiaker, Rauchfangkehrer, Bürstenbinder, Bogner, Zimmerer, Schuster, Hutmacher, Fleischhauer, Lederer, Kürschner, Schneider, Uhrmacher, Maurer, Müller, Drahtzieher, Weber, Tuchscherer und Tischler vertreten.
Die Objekte stammen vorwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert, aus einer Zeit, als die Zünfte großes Ansehen genossen und noch nicht durch die industrielle Produktion verdrängt worden waren.
Das Zunftwesen war bereits 1895 bei der Eröffnung des Kulturhistorischen und Kunstgewerbemuseums in der Neutorgasse Teil der Ausstellung. Etwa zwei Drittel des Objektbestandes kamen vor 1945 in die Sammlung.

Zunftlade der Rauchfangkehrer

Zunftlade der Rauchfangkehrer
Fürstenfeld, 1719
Nussholz intarsiert, Messingblech vergoldet.
Mit dem Schutzpatron der Rauchfangkehrer – dem heiligen Florian – bekrönt, wird das Schild von zwei Panthern getragen. Zwei Wappen mit Inschrift an der Vorderseite: links „17/JOAN ANTON/SIAND/I/D ZI“ und rechts „19/JACOB/VILIPH/SIAND/I/MA RZ“. An der Hinterseite: links „DERN/H∙MEIS/TERU/ND“ und rechts „GES/OLEN/LAD“. Auf dem Deckel: „17:I:M:G:53“.
Inschrift auf dem Boden: „Joseph Geizler 838 A.T/Joseph Pähler 838 838“.
Im Inneren der Lade befindet sich ein Blatt, auf dem vermerkt ist: „Josef Geizler aus Grosswardein in Ungarn Gebürtig wurde dem 2ten Juny 1833 einstimmig zum Obervorsteher dieser Innung Gewählt, worauf die Rechnungen, dieser Innung in Ordnung gebracht wurden.“