Die Schmucksammlung
Diese Sammlung umfasst rund 1.500 Schmuckstücke aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert: Amulette, Rosenkränze, Armbänder und -reifen, Ringe, Broschen, Halsketten, Anhänger, Medaillons, Ohrringe, Hut-, Haar- und Anstecknadeln, Orden, Medaillen.
Von besonderer Bedeutung ist ein Fund, der 1936 im Rahmen von Bauarbeiten in der ehemaligen Taverne des Schlosses in Scheifling bei Judenburg in der Steiermark gemacht wurde: Sieben Ringe, ein Armband und zwei Gürtelschnallen aus Gold stammen aus dem 16. Jahrhundert.
Zu den weiteren Besonderheiten der Schmucksammlung zählen ca. 100 Gusseisen-Schmuckstücke. Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Blütezeit des Eisenschmucks, der auch in der Steiermark im k.k. Eisengusswerk bei Mariazell hergestellt wurde. Zu dieser Sammlung zählen auch rund 450 Modeschmuck-Objekte: Im 20. Jahrhundert wurde dieser „unechte“ Schmuck aus unedlen Materialien wie Strass und Kunststoff in Serie produziert.
Zwischen 1987 und 1997 kamen weitere ca. 250 „echte“ und „unechte“ Schmuckstücke aus der Sammlung Leonora und Hellmut Czerny dazu. Seit 1997 werden in unregelmäßigen Abständen Ausstellungen mit international bekannten Schmuckkünstlern veranstaltet und eine Sammlung zeitgenössischer Schmuckkunst angelegt.
Verlobungsringe
um 1600, Fund, Schloss Scheifling, Steiermark (1936)
Gold gegossen, getrieben, emailliert, Roter und weißer Stein
Eine von ursprünglich zwei Händen fehlt
Die Verwendung von Verlobungsringen geht vermutlich auf die Zeit des frühen Christentums zurück. Der Ring, Symbol für ein Bündnis oder Versprechen, vermittelt durch seine Form ohne Anfang und Ende die Vorstellung von ewiger Dauer.





