Die Möbelsammlung
Die Möbelsammlung der Kulturhistorischen Sammlung umfasst etwa 1.400 Objekte und besteht neben Möbeln im eigentlichen Sinn – wie Anrichten, Schränken, Kommoden, Truhen, Kassetten, Schreibmöbel, Tischen, Wiegen, Betten und Sessel – auch aus Bilderrahmen, Schnitzarbeiten und Fahrzeugen wie Schlitten, Wagen und Fahrrädern.
Der überwiegende Teil stammt aus der Zeit zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert. Das 20. Jahrhundert ist durch einige wenige Designermöbel vertreten.
Zu den umfangreichsten Sachgruppen zählen ca. 230 Sessel,
rund 240 Schnitzarbeiten und etwa 100 Kassetten. Unter den Kassetten gibt es besonders kunstvoll ausgeführte Beispiele vom 15. bis zum 19. Jahrhundert. Unter den Fahrzeugen ist neben dem Prunkwagen Kaiser Friedrichs III. und der Kutsche des Fürsten András Báthory auch das Laufrad Erzherzog Johanns besonders zu erwähnen.
Das Herzstück der Möbelsammlung sind jene getäfelten Räume, die Carl Lacher, erster Direktor des Kulturhistorischen und Kunstgewerbemuseums, als Beleg für das Leben in der Steiermark den nachfolgenden Generationen erhalten wollte.
Bereits bei der Eröffnung des Museums 1895 waren in drei Geschossen Wohnräume aus adeligem, bürgerlichem und bäuerlichem Besitz ausgestellt, die „ein übersichtliches ethnographisches Bild von dem Wohnen, dem häuslichen Leben und Schaffen der Bewohner der Steiermark“ geben sollten.





