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Die Keramiksammlung

Einer der ersten Sammlungsschwerpunkte der Kulturhistorischen Sammlung konzentrierte sich auf Keramik. Dieser Objektbestand umfasst heute rund 3.000 Objekte: Öfen, Kacheln, Fliesen, Krüge, Vasen, Schalen, Kannen, Tassen, Teller und Ziergegenstände.

Die heimische Hafnerkeramik war in der Steiermark bereits seit dem 16. Jahrhundert gut entwickelt. Um dieses Kunsthandwerk im 19. Jahrhundert vor der allgemein fortschreitenden Industrialisierung zu bewahren, wurden Mustersammlungen angelegt. Sie dokumentierten die Vielseitigkeit und Bedeutung der Hafnerei, gaben Einblick in die verschiedenen Techniken des Ofenbaues und sollten durch die Vielfalt des Dekors für heimische Betriebe Vorbild und Anregung sein. Das im Inventar als Nr. 1 geführte Objekt ist eine Ofenkachel aus dem 17. Jahrhundert.
Bis 1895, dem Jahr der Eröffnung des Kulturhistorischen und Kunstgewerbemuseums in der Neutorgasse, wurden ca. 450 Keramikobjekte erworben, ein Großteil davon aus den Mitteln des Landesmuseums-Vereins „Joanneum“. Darunter befinden sich über 260 Ofenkacheln, -teile und - modeln. 20 Kachelöfen steirischer Herkunft von der Mitte des 16. bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts und zahlreiche Einzelkacheln waren Teil der Neuaufstellung von 1895.
Einen Schwerpunkt innerhalb der Keramiksammlung bilden rund 400 Objekte – figurale Plastiken und Gefäße – vorwiegend steirischer Künstlerinnen und Künstler mit Bezug zur Steiermark, die zum Teil an der Grazer Ortweinschule ausgebildet wurden.

Touch, Kurt Spurey, 1980

„Touch“, Kurt Spurey, 1980
Porzellan gegossen, glasiert, Steinsockel
Ausgebildet in Wien am Technischen Gewerbemuseum, gründet Kurt Spurey 1968 mit seiner Frau Gerda ein Atelier. Er arbeitet vor allem mit Porzellan, das ihm durch seine „transparenz [….] besser geeignet [erscheint] als andere keramische werkstoffe“.