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Die Schmiedeeisensammlung

Die Erzeugung von Produkten aus geschmiedetem Eisen ist für die Steiermark von großer Bedeutung. Ergiebige Erzlagerstätten auf dem Steirischen Erzberg, die vermutlich seit dem 7. Jahrhundert abgebaut wurden, stellten einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor für die Steiermark dar.
Zwischen 1460 und 1560 erreichte der steirische Bergbau seine Blüte: In dieser Zeit wurden Eisenprodukte bis nach Russland und in den Nordwesten Europas exportiert, im 17. Jahrhundert auch bis nach Südost-Europa. Der Schmiedeeisenbestand der Kulturhistorischen
Sammlung umfasst ca. 4.500 Objekte vom 15. bis zum 20. Jahrhundert: Fenster- und Oberlichtgitter, Aushänger, Türen, Schlösser, Schlüssel, Beschläge, Truhen, Kästchen,
Leuchter, Lichtputzscheren, Grabkreuze.
In den Jahren 1883–1891, also noch bevor das Kulturhistorische und Kunstgewerbemuseum 1895 in der Neutorgasse eröffnet war, wurden 850 Schmiedeeisenobjekte erworben,
davon 467 aus den Mitteln des Landesmuseums-Vereins
„Joanneum“.
1907 kamen 226 weitere Objekte, vor allem Beschläge und Schlösser, aus der Privatsammlung Prof. König hinzu. 1968 wurden 620 Objekte aus der Sammlung Esterl, hauptsächlich
Werkzeuge, angekauft.

Turmuhrwerk, Schmiedeeisen, Ende 18. Jahrhundert