Die Glassammlung
Die Glassammlung ist vor allem durch die Vielfalt ihres Bestandes von Bedeutung.
Römerzeitliche Funde lassen darauf schließen, dass in der Steiermark bereits seit ca. 1.800 Jahren Glas erzeugt wird. Im 17. und 18. Jahrhundert gab es nur vereinzelte, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bereits 17 Glashütten in der Steiermark.
Die Sammlung umfasst ca. 1.100 Gläser aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert: Trinkgefäße, Flaschen, Teller,Schalen, Krüge, Pokale, Vasen und Scherzgefäße.
Besonders gut vertreten ist die Zeit des Biedermeier, in der viele neue Techniken entwickelt wurden, welche die Sammelleidenschaft des aufstrebenden Bürgertums entfachten.
In den 1870er- und 80er-Jahren entstanden erste Mustersammlungen, die den Künstlern als Vorbild dienen sollten. Die Fa. Lobmeyr, Wien, die Fa. Schmid, Annathal, und die Fa. Reich & Co., Voitsberg, widmeten dem Museum ihre neuesten Produkte.
Zwischen 1891 und 1906 kamen Gläser aus der Privatsammlung Johann und Joachim Sailler dazu. Der größte Zuwachs mit 300 Gläsern war in den Jahren 1914 bis 1918 zu verzeichnen. Leonora und Hellmut Czerny widmeten in den Jahren 1986 bis 2006 weitere 150 Gläser
der Kulturhistorischen Sammlung.
Glasbecher
Anton Kothgasser, um 1820
Farbloses Glas geschnitten, bemalt, vergoldet
Motiv: Henne mit ihren Küken
Bezeichnet: „La bonne mére“ (Die gute Mutter)



